Volleyball: Landesliga Mentalität contra Qualität

Greven -

Nach dem Schock vom vergangenen Spieltag wollen sich die TVE-Schmetterlinge wieder auf den Liga-Alltag konzentrieren. Das müssen sie auch, denn mit BW Aasee IV wartet der Spitzenreiter auf das Team von Trainer Stephan Bürmann. Und, um dieses Team zu schlagen braucht sein Personal wohl einen außergewöhnlichen Tag...

Von Ulrich Schaper
Das TVE-Team hat sich für den stetigen Einsatz zuletzt kontinuierlich mit einem Punkt belohnt. Auch gegen Aasee hofft Trainer Bürmann auf etwas Zählbares.
Das TVE-Team hat sich für den stetigen Einsatz zuletzt kontinuierlich mit einem Punkt belohnt. Auch gegen Aasee hofft Trainer Bürmann auf etwas Zählbares. Foto: TVE Greven/Maik Bruns

Der Schock über den Verlust ihrer Libera Anika Uphoff sitzt beim TVE Greven immer noch tief. Noch Größer aber ist das Unverständnis darüber, dass eine Partie nach so schwerer Verletzung einer Spielerin überhaupt fortgesetzt wurde. „Wenn eine Spielerin mit Sanitätern und unter Narkose aus der Halle getragen werden muss, weiß ich nicht, wer da noch Lust hat anschließend Volleyball zu spielen“, ärgert sich TVE-Trainer Stephan Bürmann über die Vorkommnisse während der Begegnung gegen den SV Ems Westbevern. Sportlich sei das „äußerst fragwürdig“, wie Gegner und Schiedsgericht in der Situation entschieden hätten. Nicht hoch genug sei es daher zu bewerten, wie sich seine Mannschaft verhalten habe. „Dass wir trotzdem einen Punkt geholt haben, ist wirklich bemerkenswert.“

Ob an diesem Wochenende ein weiterer Zähler im Kampf um den Klassenerhalt hinzukommt, dass hält Bürmann nicht für ausgeschlossen. Zwar wartet mit der vierten Mannschaft von BW Aasee der Spitzenreiter auf den Aufsteiger. Zum einen aber haben die TVE-Volleyballerinnen schon im Hinspiel wirklich bewiesen, dass sie auch mit der Ligaspitze mithalten können, zum anderen punkten die Grevenerinnen derzeit beharrlich – und haben daher beruhigende sieben Punkte Vorsprung auf den Relegationsrang.

„Wir haben die letzten Begegnungen zwar verloren – immer aber sind die Spiele erst im Tie-Break entschieden worden“, sagt Bürmann. „Wenn wir so weiterarbeiten, werden wir wieder gewinnen.“

Ob das schon gegen Aasee gelingen kann? „Ich schließe das nicht aus, auch wenn Blau-Weiß natürlich der Favorit ist. Wir haben denen schon im Hinspiel zwei Sätze Paroli geboten.“ Unumwunden aber lobt er die Arbeit, die derzeit in Münster geleistet wird. „Das ist wirklich phänomenal.“

Für Anika Uphoff rückt Lisa Böckenfeld auf die Liberaposition. Außerdem kann Bürmann wieder auf Katharina Winter und Freya Balk zurückgreifen.

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