Handball: Landesliga Irgendwelche Ideen?

Greven -

Bei den Landesliga-Handballerinnen des SC Greven 09 jagt derzeit eine schwierige Aufgabe die nächste. Gerade erst ist ihnen mit dem 26:23 (15:8)-Sieg über die Reserve des FC Vorwärts Wettringen eine kleine Sensation gelungen, da steht am Sonntagabend (Anwurf: 17 Uhr, Rönnehalle) mit dem 1. HC Ibbenbüren gleich wieder ein dicker Brocken auf der Matte.

Julia Hufelschulte (links) nimmt Maß. Trainer Oana hofft auf eine Wiederholung der starken Angriffsleistung.
Julia Hufelschulte (links) nimmt Maß. Trainer Oana hofft auf eine Wiederholung der starken Angriffsleistung. Foto: Heidrun Riese

Trainer Bogdan Oana ist überzeugt: „Gegen Ibbenbüren wird es mit Sicherheit noch schwerer als gegen Wettringen.“

Das liegt unter anderem an der personellen Situation des Heimteams. Mit Inga Seiffert (verhindert) und Katharina Horsthemke (krank) fallen gleich zwei wichtige Spielerinnen aus. Seiffert gehört zu den erfolgreichsten Schützinnen der Landesliga und war am vergangenen Wochenende mit ihren acht Toren zum wiederholten Mal treffsicherste Grevenerin. Horsthemke reißt eine nicht minder große Lücke im SCG-Team. „Die beiden werden uns am Sonntagabend sehr fehlen“, betont Oana.

Hinzu kommt, dass es seine Mannschaft mit einem richtig starken Gegner zu tun hat. „Der HCI steht unverdient auf dem vierten Platz“, findet der 09-Coach, dessen Schützlinge aktuell einen Punkt mehr auf der Haben-Seite zählen und damit den dritten Rang belegen. Im Umkehrschluss bedeutet das aber auch, dass die Ibbenbürenerinnen den Grevenerinnen ganz dicht im Nacken sitzen. „In der Tabelle ist es sehr eng“, verweist Oana darauf, dass die Punkte auf den Plätzen drei bis sechs recht gleichmäßig verteilt sind.

Aber er braucht keine Statistiken, um zu erkennen, wie gefährlich das HCI-Team sein kann. „Sie haben einen guten Kader und sind auf allen Positionen gut besetzt“, weiß der Trainer über die Gäste. Er spricht von einer dynamischen Mannschaft, zu deren Paradedisziplinen die erste Welle gehört. „Ibbenbüren verfügt über ein paar Raketen-Spielerinnen, die richtig schnell sind“, informiert Oana. Spielerinnen wie Seiffert und Horsthemke, die ausgerechnet in dieser Begegnung fehlen. Obwohl der Tabellenvierte viele Stärken besitzt, ist dem SCG-Coach aus den bisherigen Begegnungen eine Schützin ganz besonders im Gedächtnis geblieben. „Die Halblinke“, erklärt er. „Wir kennen sie schon lange. Aber sie ist so gut, dass wir fast keine Mittel gegen sie haben. Und sie ist hoch gewachsen, so dass sie jederzeit aus der zweiten Reihe treffen kann. Für den HCI ist es wichtig, dass sie einen guten Tag erwischt.“

Um dagegen zu halten, müssen die 09-Damen vor allem eine gute Abwehr stellen. Und im Angriff, da sollen sie möglichst an die starke Leistung aus der ersten Halbzeit in Wettringen anknüpfen. „Es ist wichtig, dass wir regelmäßig unsere Tore machen und nicht so einfach die Hundertprozentigen verschenken“, betont Oana. „Aus der zweiten Reihe zu verfehlen, ist eine Sache. Frei vor dem Tor, wenn nur noch der Keeper im Weg ist, darf das aber nicht passieren.“

Wie gut die Chancen des SCG-Teams dieses Mal stehen, wird sich am Sonntagabend auf dem Spielfeld zeigen. In der Hinrunde jedenfalls war nichts zu holen. „Die Mädels haben eine gute Leistung abgeliefert, da gibt es nichts zu meckern“, sagte Oana nach der 29:33 (17:16)-Niederlage im November. „Unser Gegner war einfach besser.“ Vielleicht gibt der Überraschungssieg gegen Wettringen genügend Selbstvertrauen, um den Ibbenbürenerinnen im Rückspiel das Wasser zu reichen. 2015/2016 ist das schon einmal gelungen, da lagen die 09-Damen am Ende des zweiten Aufeinandertreffens mit 23:22 (9:11) vorne. Eine Wiederholung dieses Erfolgs wäre in Greven gerne gesehen.

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