Tischtennis Verbandsliga Viel besser als befürchtet

Greven -

Nach drei spannenden Stunden musste sich die DJK Greven gegen den TuS Bardüttingdorf mit 5:9 geschlagen geben. Verletzungsbedingt fiel Reinhard Rothe aus und konnte sein Team nur vom Rand aus anfeuern. Stattdessen ging Youngster Roman Lakenbrink an die Platte und lieferte einen souveränen Auftritt.

Von Stefan Bamberg
Der Youngster im Trikot, der Altmeister im Karohemd. Der 18-jährige Roman Lakenbrink rückte in die Verbandsliga-Mannschaft der DJK Blau-Weiß, schlug sich super, konnte die 5:9-Heimniederlage gegen den TuS Bardüttingdorf allerdings nicht abwenden. Routinier Reinhard Rothe (hier mit Milan Heidkamp) glänzte als Teamplayer – obwohl verletzt, gab er den Coach.
Der Youngster im Trikot, der Altmeister im Karohemd. Der 18-jährige Roman Lakenbrink rückte in die Verbandsliga-Mannschaft der DJK Blau-Weiß, schlug sich super, konnte die 5:9-Heimniederlage gegen den TuS Bardüttingdorf allerdings nicht abwenden. Routinier Reinhard Rothe (hier mit Milan Heidkamp) glänzte als Teamplayer – obwohl verletzt, gab er den Coach. Foto: Stefan Bamberg

Vermutlich hat es schon Sonntage gegeben, an denen ihm der Gang zum Kleiderschrank mehr Spaß gemacht hat: Reinhard Rothe trägt heute kein Trikot. Dabei, und doch nicht mittendrin, weil verletzt. Trotzdem demonstriert dieser Vormittag in der Emshalle, dass die DJK-Tischtennisherren in ihrer Verbandsliga-Premierensaison mit dem vielleicht wichtigsten aller Pfunde wuchern können: Teamgeist! Rothe ist nämlich trotzdem da, als Coach im Karohemd. Mit 5:9 muss sich eine blau-weiße Rumpftruppe dem TuS Bardüttingdorf nach rund drei Stunden geschlagen geben – und macht dennoch weiterhin Werbung für sich und ihren rasanten Sport.

„Schade“, analysiert Spielbeobachter Rothe hinterher, „da wäre sicherlich ein bisschen mehr drin gewesen.“ Andererseits: Es hätte auch schlechter laufen können. Die Gastgeber in kräftig umgestellter Formation – sieht zunächst ein bisschen gewürfelt aus, funktioniert aber deutlich besser als befürchtet: Milan Heidkamp und Rajeevan Sithamparanathan biegen ihr Auftaktdoppel im Schlussspurt um, während Stephan Bothe und Christian Pfingstl verlieren – 1:1. Weiter geht‘s im Gänsemarsch: 2:2, 3:3, 4:4. Es ist ein Match voller „Oooohs“ und „Aaaahs“: schnell, abwechslungsreich, emotional. Allen voran Matthias Kaltmeier, Grevens Kapitän, haut endlich mal so richtig einen raus: 3:0, 3:1 – und sein Doppel mit dem 18-jährigen Roman Lakenbrink gewinnt er auch noch. „Das freut mich für Matthias, endlich ist er durchgestartet“, sagt Rothe. Stichwort Durchstarter: Auch Youngster Lakenbrink verdient sich mehr als nur ein Fleißkärtchen.

Stattdessen schwächelt das obere DJK-Paarkreuz ein bisschen: Milan Heidkamp und Stephan Bothe sehen ausnahmsweise kaum Land. Aus dem 4:4-Zwischenstand macht Bardüttingdorf ein 4:6, ohne dass die Hausherren noch eine passende Antwort finden. Sithamparanathan versucht‘s nach dem „Jetzt-ist‘s-auch-egal“-Prinzip, fast immer agiert er mit locker anderthalb Metern Abstand von der Platte, volle Kapelle. Wird aber nichts. Am anderen Tisch stemmt sich Pfingstl gegen die Entscheidung, vergebens. Der letzte Ball fällt ins Netz – es ist der Moment, in dem die DJK matt gesetzt ist.

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