Tischtennis: Verbandsliga Die ersten Verbandsliga-Punkte

greven -

Die DJK BW Greven darf sich über die ersten beiden Verbandsligapunkte freuen: Mit 9:2 gewann das Team gegen Bexterhagen.

Von Stefan Bamberg
Nach rund zwei Stunden machte Milan Heidkamp (großes Foto) die ersten beiden Verbandsliga-Punkte für die Tischtennis-Männer der DJK BW Greven perfekt. Das deutliche 9:2 über den TuS Bexterhagen wackelte nur ganz zu Beginn für kurze Zeit, anschließend konnten Matthias Kaltmeier und Torsten Radke (kleines Bild) recht entspannt fachsimpeln.
Nach rund zwei Stunden machte Milan Heidkamp (großes Foto) die ersten beiden Verbandsliga-Punkte für die Tischtennis-Männer der DJK BW Greven perfekt. Das deutliche 9:2 über den TuS Bexterhagen wackelte nur ganz zu Beginn für kurze Zeit, anschließend konnten Matthias Kaltmeier und Torsten Radke (kleines Bild) recht entspannt fachsimpeln. Foto: Stefan Bamberg

Wahre Größe, so sagt man gelegentlich, zeige sich bei Sportlern im Umgang mit den Geschlagenen. Darin, dass dem Gewinner sein Triumph nicht zu Kopf steigt und er die Empathie besitzt, sich auch in die Besiegten hineinzuversetzen. Am Sonntag in der Emshalle erweiterten sechs tapfere Tischtennis-Spieler aus Ostwestfalen diese Athleten-Weisheit sogar noch: Mitfühlen mit den Siegern, lautete das bemerkenswerte Credo beim TuS Bexterhagen : „Wir haben letzte Woche unser erstes Match gewonnen – wir wissen, wie schön das ist“, grinsten sie in Richtung ihrer Grevener Widersacher und schoben hinterher: „Deswegen gönnen wir Euch das heute auch!“

Die ersten beiden Verbandsliga-Punkte für die Tischtennis-Herren der DJK BW Greven , sie hatten angesichts der harmonisch-fairen Analyse am Ende durchaus Seifenoper-Potenzial. Zuvor allerdings auch das Zeug zu einem Action-Streifen: Mit 9:2 überfuhren die Hausherren ihren Gegner, der – zumal ersatzgeschwächt – mit dem Grevener Expresstempo nicht ansatzweise mithalten konnte. Nach etwa zwei Stunden, länger dauerte es nicht, war die Messe gelesen. Die Souveränität, mit welcher der Aufsteiger den ersten Saisonerfolg einheimste, beeindruckte. Na gut: Das Doppel Torsten Radke /Matthias Kaltmeier gab sein Match ab. Und ausgerechnet Max Haddick , die blau-weiße Spitzenkraft, vermurkste eines seiner Einzelspiele – so stand es nach einer knappen Stunde Spielzeit 2:2. Danach jedoch sahen die Gäste überhaupt kein Land mehr: Milan Heidkamp und Stephan Bothe hielten sich mit ihren Kontrahenten nicht lange auf – 4:2. Radke und Kaltmeier, nunmehr solo an der Platte, kriegten ebenfalls die Kurve und bauten den Vorsprung aus. Das fachkundige Publikum in der Halle registrierte längst: Besser jetzt sofort noch einen Kaffee holen, so ganz viel Zeit bleibt wohl nicht mehr. Klar, ein bisschen Dusel war auch dabei: Alles, was auf die Tischkante fiel, fiel auf die für die DJK günstige Kante. Wenn‘s läuft, dann läuft‘s eben.

Zum Beauftragten fürs Risiko avancierte Rajeevan Sithamparanathan: Der „siebte Mann“ im DJK-Kader, diesmal für Tischtennis-Fuchs Reinhard Rothe dabei, schmetterte ohne Rücksicht auf Ball, Gegner und Verluste. „Das ist sein typisches Spiel“, meinte Mannschaftskapitän Kaltmeier. Und: Diese Sekt-oder-Selters-Methode sah nicht nur spektakulär aus, sondern war auch erfolgreich – 7:2. Fast zeitgleich mit Sithamparanathans krachendem finalen Topspin beseitigte Haddick am anderen Tisch die letzten Zweifel: Mit einem humorlosen 3:0 überwand Grevens Neuzugang das temporäre Tief seiner ersten Partie – und machte den Weg frei für Heidkamp, der den entscheidenden neunten Zähler ins Ziel brachte. Eine perfekte Punkt-Premiere.

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