Handball: Landesliga Tempolimit vorm gegnerischen Tor

Greven -

Die Punkte waren zum Greifen nah. Mit 20:21 (8:12) verpassten die Landesliga-Handballerinnen des SC Greven 09 am Samstagabend in der Emssporthalle einen möglichen Erfolg gegen den TV Friesen Telgte denkbar knapp. Dass durchaus mehr für sie drin gewesen wäre, zeigte die Mannschaft um Bogdan Oana vor allem in der letzten Viertelstunde

Die unkonstante Offensive bereitet dem Grevener Team derzeit große Sorgen.
Die unkonstante Offensive bereitet dem Grevener Team derzeit große Sorgen. Foto: Heidrun Riese

„Da war endlich mal ein bisschen mehr Leben im Angriff“, freute sich der Trainer über eine engagierte Offensive, die eine sehenswerte Aufholjagd hinlegte und kurzzeitig sogar die Führung übernahm. „Insgesamt war das aber zu wenig.“

Es war das bekannte Problem, mit dem sich die 09-Damen das Leben wieder selbst schwer machten: Die Offensive zeigte sich während der gesamten Partie zu instabil. Mit einem 8:12-Rückstand ging es in die Pause. Viel mehr als die Fehlwürfe und Ballverluste ärgerten Oana dabei die verpassten Abschlussmöglichkeiten.

An der Abwehr hatte der 09-Coach nichts auszusetzen. Nur weil sie hinten gute Arbeit leisteten, blieben die Grevenerinnen im Spiel. Zu selten versenkten sie den Ball auch zu Beginn der zweiten Halbzeit in den gegnerischen Maschen. Nach einer Auszeit, die Oana beim Stand von 13:17 nahm (47.), erwachte der SCG-Angriff endlich aus seinem Winterschlaf. Binnen sechs Minuten starteten die Grevener eine Aufholjagd zum 18:18 (53.). Von Linksaußen erzielte Inga Seiffert anschließend dann sogar noch die 19:18-Führung (55.). Hätten sie das nächste Tor gemacht, wäre das Spiel vielleicht anders ausgegangen. Aber die Grevenerinnen vertendelten den Ball und ließen sich im Gegenzug das 19:19 einschenken (56.). In Unterzahl kassierten sie noch das 19:20 (58.). Die letzte Minute war bereits angebrochen, als per Siebenmeter das 19:21 fiel. Nikoletta Tiba verkürzte noch auf 20:21 (60.) – das war‘s.

„Schade“, fand Oana. „Wenigstens ein Punkt wäre drin gewesen, den hätten sich die Mädels auch verdient. In der letzten Viertelstunde haben wir das Spiel bestimmt“, sagte der Trainer. „Darauf können wir hoffentlich am kommenden Wochenende aufbauen.“

Greven 09: Lübbeling, Steinbrecher – Seiffert (6), Everwin (3), Mikowsky (3), Tiba (2), Langkamp (2), Horsthemke (2/1), Dolscheid (1), Reinermann (1), Cielejewski, Drewes.

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