Wahl zum Fußballer des Jahres
Sven Möllmann: „Alle ziehen mit. Es macht total viel Bock“

Münster -

Die Strecke zum Brandhoveweg kennt Sven Möllmann in- und auswendig. Schon als kleiner Junge schloss er sich dem VfL Wolbeck an, dem er bis heute treu geblieben ist und für den er in der Zweiten kickt. Und das sehr erfolgreich, 27 Tore gehen auf das Konto des Knipsers – ein echter Nominierungsgrund.

Dienstag, 21.05.2019, 17:56 Uhr aktualisiert: 21.05.2019, 18:34 Uhr
Nominiert: Wolbecks Sven Möllmann

Als Sven Möllmann im zarten Alter von gerade einmal sechs Jahren beim VfL Wolbeck vorstellig wurde und seine Fußballschuhe schnürte, war nicht absehbar, dass er sein komplettes Flemmer-Leben am Brandhoveweg verbringen würde. Ja, auch 24 Jahre später mit Abitur und abgeschlossenem BWL-Studium in der Tasche kickt der Mittelstürmer immer noch für „seinen Verein“. Mittlerweile für die Zweite, die auch dank seiner 27 Treffer hinter der SG Selm Zweiter ist.

„Warum hätte ich den VfL verlassen sollen? Ich habe hier Landes- und Bezirksliga-Luft geschnuppert, mehr Ambitionen hatte ich nicht“, sagt Möllmann, der sich in seiner Mannschaft („Eine coole Truppe“) pudelwohl fühlt. Mit vielen Teamkollegen verbindet ihn eine lange Vergangenheit, mit seinem Kabinen-Sitznachbarn Michael Beuing etwa hat er „gefühlt jede Senioren-Saison gespielt“. Die engste Verbindung auf dem Feld aber pflegt er mit Marvin Deckert, der auf der Zehn das Wolbecker Spiel lenkt.

„80, 90 Prozent meiner Tore hat er mir aufgelegt. Aber das ist ja auch seine Aufgabe“, sagt Möllmann mit einem Lachen. „Meine ist es, den Ball mit dem letzten Kontakt zu verarbeiten. Ich bin fußballerisch so beschränkt, dass die Aufgabenverteilung so auch besser ist.“ Damit stellt Möllmann sein Licht unter den berühmten Scheffel. Mit seinen 30 Lenzen ist er weit mehr als nur der typische Knipser, hilft als erfahrener Spieler den Jungen aus der A-Jugend. „Wir sind 25 bis 30 Leute im Team, alle ziehen mit und kommen auch zum Spiel, wenn sie nicht im Kader sind. Es macht total viel Bock.“

Zur Mannschaft gehört auch Christopher Nas, der wegen seines Jobs in Frankfurt selten dabei sein kann. Er war es, der Möllmann über seine Nominierung zur Wahl von Münsters Fußballer des Jahres informierte. Ausgerechnet Nas, der 2015 zu den elf Ausgewählten zählte. „In unserer VfL-Gruppe hatte er Screenshots und einige Emoijis gepostet, nach dem Motto: Jetzt auch noch der Möllmann“, sagt der Goalgetter. Und lacht wieder. Denn Spaß hat Möllmann nicht erst seit der Nas-Nachricht.

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