Wahl Fußballer des Jahres Maddente: "Wenn ich schon dabei bin, will ich auch gewinnen"

Münster -

25 Tore in 18 Spielen – das war die Bilanz des jungen Guglielmo Maddente in der A-Junioren-Bundesliga beim SC Preußen Münster im Jahr 2011. „Da haben sich einige Vereine gemeldet und da habe ich schon davon geträumt, mit Fußball mein Geld zu verdienen“, sagt der 26-Jährige heute. Vor 14 Tagen hat der Stürmer des TuS Hiltrup eine Ausbildung als Versicherungskaufmann in Amelsbüren angetreten. „Meine Zweitausbildung“, so Maddente, der bereits eine Lehre als Großhandelskaufmann erfolgreich abgeschlossen hat. Und Fußball? Gibt es auch noch im Leben – natürlich: Beim TuS Hiltrup hat der Edeltechniker in der laufenden Spielzeit zehn Mal getroffen.

Von Ansgar Griebel
Guglielmo Maddente
Guglielmo Maddente Foto: Peter Leßmann

Ausbildung in Amelsbüren, Fußball in Hiltrup. Das ist kein Zufall, oder?

Guglielmo Maddente: Nein, das passt sehr gut. Auch das ist ein Grund, warum ich beim TuS verlängert habe – aber es passt in der Mannschaft auch sehr gut. Im Moment wird es manchmal ein bisschen viel, aber mein Trainer Carsten Winkler hat da großes Verständnis.

Und der Traum von der Profi-Fußball-Karriere

Guglielmo Maddente: Der ist ausgeträumt. Die Prioritäten haben sich etwas verschoben. Aber natürlich will ich weiter auf hohem Niveau Fußballspielen. das klappt in Hiltrup sehr, sehr gut.

Sie waren bei den Preußen, kurz in Gievenbeck und jetzt beim TuS. Was unterscheidet die „großen Drei“ in Münster.

Guglielmo Maddente: Gute Frage – und auch eine schwere Frage. Bei der Preußen in der A-Junioren-Bundesliga stand der Fußball wohl noch mehr als bei den anderen im Vordergrund. Da galt für alle Fußball, Fußball, Fußball. Ansonsten wird gerade bei den Preußen aber auch in Hiltrup etwas mehr Wert auf das Spielerische gelegt, in Gievenbeck kommt man mehr über den Kampf – obwohl die in dieser Situation auch richtig gut Fußball gespielt haben.

Die Saison ist aber noch nicht zu Ende. Was geht noch für Hiltrup?

Guglielmo Maddente: Wir schauen, wozu es reicht, aber wir schmeißen sicher nichts weg. Ich habe mir in den vergangenen Jahren immer viel vorgenommen und war hinterher nicht richtig zufrieden. Dieses Jahr bin ich bewusst ohne Vorgaben in die Saison gegangen – und noch ist alles drin. Vielleicht ist das besser so.

Und wenn es zur Oberliga-Relegation doch nicht reicht, könnte der Titel des „Flemmers des Jahres“ vielleicht ein Trostpflaster sein?

Guglielmo Maddente: Absolut. Auch hier gilt, wenn ich schon dabei bin, will ich auch gewinnen ...

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