Fußball: Kommentar Schalkes sportliche Leitung fast schon entzaubert

Das hätten nicht mal die größten Pessimisten gedacht: Schalke hat nach fünf Spielen null Punkte. Etwas Pech war dabei, schreibt unser Redaktionsmitglied Thomas Rellmann. Aber die Euphorie um die Neuzugänge und die gute Leistung gegen Bayern war übertrieben und sicher nicht förderlich.

Zerknirscht: Christian Heidel 
Zerknirscht: Christian Heidel  Foto: dpa

Der FC Schalke 04 toppt derzeit selbst die (temporären) Chaosclubs aus dem Norden. Als einziger Bundesligist hat Königsblau alle fünf Partien bisher verloren. Die Rote Laterne ist in Gelsenkirchen angekommen. Woran es liegt? Von außen ist das gar nicht so leicht zu erklären, oft fehlten ja nur Nuancen. Verprügelt wurde S04 noch nicht. Etwas Pech war auch dabei, etwa gegen die Bayern oder auch jetzt in Hoffenheim.

Doch zwei gravierende Fehler lassen sich allemal erkennen. Das 0:2 gegen den Rekordmeister in Runde zwei feierte Schalke wie einen Sieg. Das tun andere auch, wenn sie gegen die Münchener nicht untergehen – aber was ist das denn für ein Signal in einem so ambitionierten Verein? Außerdem wurden die beiden Sechser Nabil Bentaleb und Benjamin Stambouli wie Heilsbringer begrüßt und völlig überhöht bei ihrer Ankunft. Beide sind weitgehend unbeschriebene Blätter - genau wie der sündhaft teure Breel Embolo. Naldo ist inzwischen 34 – Super-Manager Christian Heidel ist mit dieser Bilanz schon fast entzaubert. Und Coach Markus Weinzierl weiß gerade selbst nicht, wie ihm geschieht. Er besitzt zu Recht noch den Bonus, den Viktor Skripnik in Bremen und Bruno Labbadia in Hamburg nicht mehr verbuchten. Langsam wird es Zeit für ihn.

  Thomas Rellmann

http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4330346?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686217%2F2820517%2F