Kovac-Assistent
«Kicker»: Flick wird Co-Trainer beim FC Bayern

Hansi Flick kehrt nach gut einem Jahr Auszeit ins Fußball-Geschäft zurück. Laut «Kicker» ist das Engagement des früheren Löw-Assistenten als Co-Trainer von Niko Kovac beim FC Bayern perfekt. Er soll beim Rekordmeister einen Zweijahresvertrag erhalten.

Sonntag, 23.06.2019, 15:59 Uhr aktualisiert: 23.06.2019, 16:02 Uhr
Hansi Flick (l) machte sich einen Namen als Co-Trainer von Bundestrainer Joachim Löw. Foto: Marcus Brandt

München (dpa) - Bayern-Trainer Niko Kovac setzt beim FC Bayern München künftig auf die Unterstützung von Joachim Löws wichtigstem Helfer beim WM-Triumph von Rio de Janeiro. Das Engagement von Hansi Flick als Co-Trainer beim deutschen Rekordmeister ist laut einem Medienbericht des «Kicker» perfekt.

Demnach erhält der langjährige Löw-Assistent beim FC Bayern einen Zweijahresvertrag. Beim Trainingsauftakt am 8. Juli soll der 54-Jährige bei den Münchnern dabei sein. Eine Bestätigung des FC Bayern oder von Flick gab es vorerst nicht.

Flick würde Nachfolger von Routinier Peter Hermann, der die Bayern nach der Saison verlassen hatte. Flick kehrt dann nach rund 17 Monaten wieder ins Fußball-Geschäft zurück. Bis Februar 2018 war er bei 1899 Hoffenheim Geschäftsführer. Als Profi spielte er von 1985 bis 1990 beim FC Bayern. Er bringt also die in München gerade auch von Präsident Uli Hoeneß so gerne gesehene Club-Vergangenheit mit.

Flick lief in 104 Liga-Partien auf und wurde mit den Münchnern viermal Meister. 1987 stand er im verlorenen Finale im Europapokal der Landesmeister gegen den FC Porto (1:2) in Wien auf dem Platz.

Als Trainer rückte Flick besonders an der Seite von Löw in den Fokus. 2006 holte ihn Löw von Red Bull Salzburg zum DFB. Er machte ihn zu seinem Assistenten, nachdem er selbst von diesem Posten kommend den Chef-Job von Jürgen Klinsmann übernommen hatte. Bis 2014 dauerte diese Aufgabenteilung an und wurde mit dem WM-Triumph in Rio de Janeiro gekrönt. Flicks Wirken hatte am vierten deutschen WM-Sieg wichtigen Anteil.

Anschließend wurde Flick zum DFB-Sportdirektor befördert. Überraschend verließ er im Januar 2017 den Verband und gönnte sich eine Auszeit, bevor er im folgenden Sommer in Hoffenheim Geschäftsführer wurde. Dort hatte er von 2000 bis 2005 schon als Trainer gearbeitet.

Ein Engagement in München hatte sich zuletzt abgezeichnet, er soll Wunschkandidat von Kovac gewesen sein. Es gab nach «Bild»-Informationen auch ein Treffen mit Kovac, in dem es um die Zukunft des FC Bayern und die Kaderstruktur ging. Flick würde neben Robert Kovac, dem Bruder des Cheftrainers, ein weiterer Co-Trainer werden. Für das Torwarttraining waren in der abgelaufenen Saison Toni Tapalovic und Tom Starke zuständig.

Löw hatte Flick erst kürzlich gelobt und sich zu den Gerüchten um den Bayern-Job geäußert. Er könne sich «vorstellen, dass diese Rolle für Hansi interessant sein könnte», sagte der Bundestrainer.

Flick habe beim DFB «eine sehr gute Arbeit geleistet, außerdem hat er eine Bayern-Vergangenheit», sagte Löw. «Er hatte eine gute Art und war bei den Spielern und Betreuern höchst akzeptiert. Vor allem aufgrund seiner Kompetenz und seines Umgangs mit Menschen.» Er habe in der gemeinsamen Zeit bei der DFB-Elf immer gewusst, dass Flick «total loyal» sei.

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