Fußball: Champions League - Gruppenphase
Glanzlos eine Runde weiter: Nullnummer in Dortmund

Dortmund -

Etappenziel erreicht: Im schwarz-gelben Fußball-Revier werden an Weihnachten Karten für die Fortsetzung in der Champions League unter die Bäume gelegt. Am Mittwochabend spielte der BVB im dritten Heimspiel der Königsklasse 0:0 gegen Club Brügge.

Donnerstag, 29.11.2018, 07:24 Uhr aktualisiert: 29.11.2018, 07:28 Uhr
Ende gut, alles gut: Nach einem zähen Spiel feierten die Borussen den dennoch hoch verdienten Einzug ins Champions-League-Achtelfinale.. Foto: dpa

Wenn es denn noch Zweifel am Einzug des Bundesligisten in das Achtelfinale gab, sind sie endgültig ausgeräumt. Natürlich war die Nullnummer nicht das Wunschergebnis des BVB. Vor dem letzten Spiel im Pool A am 11. Dezember beim Schlusslicht Monaco hat er es nun nicht mehr selbst in der Hand, die Gruppe als Sieger abzuschließen.

Große Rotation beim Bundesliga-Primus. Vier Tage nach dem 2:1-Erfolg in Mainz veränderte Lucien Favre seine Startelf auf fünf Positionen. Chancen für Abdou Diallo, Raphael Guerreiro, Christian Pulisic und Mahmoud Dahoud, im Notizbuch des Trainers Punkte zu sammeln.

Viel Gestochere

Torjäger Paco Alcacer, der fünfte Neue, hat das nicht nötig. Der Name des Spaniers ist längst mit Sternchenwertung versehen. Gewiss schwierig für Favre: Nicht weniger als neun gesunde Profis musste er auf die Tribüne schicken. Dortmund wird seinen großen Kader in der Winterpause reduzieren.

73 Prozent Ballbesitz hatte der BVB in Halbzeit eins. Aber nur zwei wirkliche Torchancen. Nach zehn Minuten scheiterte Pulisic an Ethan Horvath. Exakt 32 Minuten waren von der Uhr, als Marco Reus völlig ohne Anhang auf Brügges Keeper zulief und den Ball präzise neben den Pfosten schob. Die beste Möglichkeit.

Und sonst? Wenig Tempo, viel Gestochere, eine Vollgasveranstaltung war das nicht. Dem BVB fehlten zündende Ideen gegen eng und tief stehende Belgier, die geschickt verschoben und alle Türen dichtmachten. Offensiv blieb Brügge allerdings blass. Gute Ansätze im Umschaltspiel mündeten im Nichts.

Ratlosigkeit &  Brechstange

Keine Wechsel in der Pause, Favre hatte offenbar Vertrauen in die Seinen. Tatsächlich spielte Dortmund direkt nach Wiederanpfiff eine paar hübsche Kombinationen, doch auf der Anzeigetafel blieb es bei zwei schlichten Nullen. Es wurde zäh. Fernschuss von Manuel Akanji, wildes Solo von Pulisic – die Künstler wirkten ein wenig ratlos und arbeiteten nun mit der Brechstange. Was weder das Spiel verbesserte noch das Ergebnis. Nach 72 Minuten hatte Favre genug gesehen und wechselte erstmals: Für Portugals Europameister Guerreiro kam Englands Jungnationalspieler Jadon Sancho.

Der war kaum auf dem Platz, als Brügge in Person von Emmanuel Bonaventure nahe am 0:1 war. Eine brenzlige Situation.

Auf der Gegenseite kämpfte der BVB fast verzweifelt um das 1:0. Es fiel nicht und die Führung in der Gruppe damit Atletico Madrid in die Hände. Ein enttäuschender Abend für Borussia Dortmund.

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