Fußball: Bundesliga BVB müht sich zum Arbeitssieg

Dortmund -

Dank des 23. Saisontores von Stürmer Pierre-Emerick Aubameyang sicherte sich Borussia Dortmund im Freitagabendspiel gegen den FC Ingolstadt einen mühsamen Arbeitssieg.

Von Wilfried Sprenger
Dortmunder Glückseligkeit: Pierre-Emerick Aubameyang (links) bedankt sich beim Vorlagengeber Marcel Schmelzer. Der Gabuner erzielte sein 23. Saisontor.
Dortmunder Glückseligkeit: Pierre-Emerick Aubameyang (links) bedankt sich beim Vorlagengeber Marcel Schmelzer. Der Gabuner erzielte sein 23. Saisontor. Foto: dpa

Kein Glanz, aber drei Punkte: Mit einem 1:0-Arbeitssieg über den FC Ingolstadt hat Borussia Dortmund am Freitagabend den 25. Spieltag der Bundesliga eröffnet und den dritten Tabellenplatz verteidigt. 81 360 Zuschauer erlebten ein zähes Ringen auf überschaubarem Niveau. Das einzige Tor gelang Pierre-Emerick Aubameyang. Es war bereits der 23. Saisontreffer des brandgefährlichen Gabuners.

Der BVB hatte sich vor der Partie um den Einsatz mehrerer angeschlagener Spieler gesorgt. Abwehrchef Sokratis, Offensivmotor Shinji Kagawa und Torjäger Aubameyang meldeten sich dann doch pünktlich fit. Mittelfeldstratege Julian Weigl schaffte es immerhin samt warmem Deckchen auf die Bank.

Dortmund, daheim in Ligaspielen seit fast zwei Jahren unbezwungen, ließ es gemächlich angehen. Ein paar unsaubere Pässe, wenig Struktur, kaum Tempo – ein fulminanter Start sieht anders aus. Doch als Gast im Raketenzentrum der Bundesliga sollte man immer auf der Hut sein. Wenn Borussia zündet, geht alles schnell. Und manchmal machen sie es dann auch noch mit links. So wie in Minute zwölf: Marcel Schmelzer bricht auf der linken Seite durch, Aubameyang lauert auf den Querpass und schiebt mit links ein. Salto, Jubel, 1:0. Ingolstadt, kurz eingenickt, steht und schaut zu.

Nun, es war tatsächlich ein Sekundenschlaf. Fortan mischten die Gäste munter mit. Dortmund schaltete nicht in den höchsten Gang und machte Fehler. Das gab Ingolstadt Raum und Hoffnung. BVB-Schlussmann Roman Bürki, in Heimspielen mitunter auf Arbeitssuche, wurde jedenfalls nicht kalt. Nach 19 Minuten rettete er mit fabelhaftem Reflex gegen Mathew Leckie, sechs Minuten vor der Pause stand er gegen Sonny Kittel seinen Mann. Und der BVB? Er spielte mäßig, umständlich und ohne wirklichen Zug. Trotzdem hatte er durch Eric Durm (29.) und Raphael Guerreiro (45.) passable Möglichkeiten zum 2:0.

Beide Trainer schickten ihr Personal unverändert in die zweite Halbzeit. Ingolstadt kam frischer aus der Pause und war nach 52 Minuten sehr dicht am Ausgleich. Als Dario Leczano BVB-Verteidiger Lukasz Piszczek im Strafraum entwischte, bügelte Bürki den FCI-Stürmer ziemlich plump um. Elfmeter, natürlich. Doch Schiedsrichter Daniel Siebert wertete die Szene anders, seine Pfeife blieb stumm. Großes Glück für den Gastgeber.

Elf Minuten nach Wiederanpfiff reagierte Borussen-Trainer Thomas Tuchel auf viele Ballverluste und ersetzte den blassen Guerreiro durch Weigl. Die Partie hatte längst eine hektische Note. Ingolstadt drängte auf den Ausgleich, Dortmund schaffte es nicht, nachzulegen. Viel Spannung, aber wenig Qualität – ein beträchtliches Gewürge. Und kaum ein Unterschied zwischen Champions-League-Viertelfinalist und dem 17. der Bundesliga, der bis zum Ende bemüht, aber erfolglos blieb.

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