Dreijahresvertrag
Neustrukturierung: Schalke verpflichtet Reschke

Nach einem Sportvorstand und einem Trainer hat der FC Schalke 04 in Michael Reschke nun auch einen Technischen Direktor gefunden. Jetzt fehlt nur noch ein Sportdirektor.

Sonntag, 19.05.2019, 13:10 Uhr aktualisiert: 19.05.2019, 13:12 Uhr
Schalke hat Michael Reschke als Technischen Direktor verpflichtet. Foto: Sebastian Gollnow

Gelsenkirchen (dpa) - Der FC Schalke 04 hat Michael Reschke für den neu geschaffenen Posten des Technischen Direktors verpflichtet und damit die Neustrukturierung der Führungsriege fast abgeschlossen.

Der 61-Jährige wird seinen Job am 1. Juni 2019 antreten und einen Dreijahresvertrag erhalten. Zu seinen Aufgaben gehören nach Vereinsangaben die Neustrukturierung der Scouting-Abteilung für den Profibereich und die Kaderplanung. Er arbeitet dem im März verpflichteten Sportvorstand Jochen Schneider zu.

Nach der Verpflichtung von Schneider und David Wagner als neuem Trainer ist auf Schalke nur noch die Position des Sportdirektors offen. Als Favorit gilt inzwischen offenbar wieder Ex-Nationalspieler Christoph Metzelder. «Mit dem Sportdirektor werden wir uns noch Zeit lassen», sagte Clemens Tönnies im Wontorra-Talk beim TV-Sender Sky. Anhaltende Gerüchte über eine Rückkehr von Horst Heldt kommentierte der Aufsichtsratschef zurückhaltend: «Wir haben ihn auf dem Zettel, aber er ist bei uns kein Kandidat für den Posten des Sportdirektors.»

Reschke war am 12. Februar nach 18 Monaten als Sportvorstand des VfB Stuttgart beurlaubt worden. Als Kaderplaner in der zweiten Reihe machte er sich bei Bayer Leverkusen (von 2004 bis 2014) sowie beim FC Bayern München (2014 bis 2017) einen guten Namen.

«Als Technischer Direktor kann Michael Reschke seine großen Stärken passgenau auf Schalke einbringen», sagte Schneider. «Er ist durch seine jahrzehntelange Arbeit im Profibereich auf nahezu allen Ebenen hervorragend vernetzt. Dazu besitzt er großes Fachwissen und Erfahrung – gerade im Bereich der Personalplanung im Profibereich.»

Dass Reschke im Vergleich zu seinem Job in Stuttgart beim FC Schalke wieder in die zweite Reihe zurücktreten muss, hält Tönnies für kein Problem. «Wir sind da mit ihm deckungsgleich. Es gibt eine klare Aussage von ihm. Erste Reihe habe ich gehabt, Öffentlichkeit habe ich gehabt. Jetzt möchte ich wieder das machen, was ich in Leverkusen und München gehabt habe. Wir werden das genau so einfordern und auch genauso erleben.»

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