Fußball: 3. Liga Preußen-Trainer Antwerpen bemängelt Durchschlagskraft, Al-Hazaimeh untröstlich

Die Preußen haben erstmals nach fünf ungeschlagenen Partien verloren. Beim formstärksten Team der 3. Liga, dem Karlsruher SC, kann das passieren. Doch das 0:3 (0:1) am Karsamstag hätte zumindest in dieser Deutlichkeit nicht sein müssen. Trainer Marco Antwerpen stellte sich schützend vor seine Spieler.

Von Thomas Rellmann
Fußball: 3. Liga: Preußen-Trainer Antwerpen bemängelt Durchschlagskraft, Al-Hazaimeh untröstlich
Im Kopfballduell: Jeron Al-Hazaimeh mit einem Karlsruher Gegenspieler. Foto: GES-Sportfoto

Zwei freie Tage über Ostern waren den Preußen schon vergönnt. Daran änderte auch die klare 0:3-Niederlage beim Karlsruher SC am Samstag nichts. Trainer Marco Antwerpen hatte sogar über weite Strecken einen sehr guten Auftritt seiner Elf gesehen. "Wir wussten, dass der KSC nicht dafür bekannt ist, glänzenden Fußball zu spielen. Daher war es unser Ansatz, viel Ballbesitz zu haben." Und das klappte lange Zeit.

Der 46-Jährige hatte über die 90 Minuten sogar Vorteile bei seiner Elf gesehen, und zumindest bis zum 2:0 nach einer Stunde lag er da auch nicht falsch. Selbst wenn sein Gegenüber Alois Schwartz von einem "hochverdienten Sieg" sprach und anmerkte, es sei ja "das Schöne am Fußball, dass man ein und dasselbe Match völlig unterschiedlich bewerten" könne.

Offensivkräfte machten den Unterschied

Einig waren sich die Coaches also nicht wirklich, für beide Sichtweisen gab es aber durchaus Argumente. Münsters Abwehrreihe stand auch dank körperlicher Überlegenheit bis weit in die zweite Hälfte sehr stabil. Auch die Sechser Michele Rizzi und vor allem Sandrino Braun funktionierten gut.

Antwerpen merkte aber auch kritisch an, dass die eigene Offensive ohne Adriano Grimaldi und Tobias Rühle lahmte. "Unsere Stürmer müssen sich schon behaupten, beim Gegner waren da Fabian Schleusener und Anton Fink. Das war der gravierende Unterschied." Vorwürfe richtete er aber nicht an seine Angreifer Lucas Cueto und Tobias Warschewski. "Sie haben ja vorher nicht viel gespielt. Und auch Fitness spielt eine Rolle, da hatte der KSC eine ganz andere Wucht."

Verhängnisvoller Klärungsversuch

 Die Niederlage eingeleitet hatte Jeron Al-Hazaimeh, der das 0:1 verschuldete und mit einem Eigentor dann auch noch selbst erzielte. "Den habe ich zu kurz geklärt", räumte der Linksverteidiger ein. "Und dann hat Florent Muslija das Ding mit 120 Sachen nach innen gehauen." Da konnte er wirklich nicht mehr viel ausrichten bei seinem Eigentor.

Der 26-Jährige sagte auch, dass diese Szene seine Position in den auf Eis liegenden Vertragsverhandlungen nicht gerade verbessert. "Natürlich würde ich gerne bleiben. Die Aussichten stehen 50:50." Ergebnisoffen hatte zuvor auch Antwerpen die Chancen auf eine Weiterverpflichtung Al-Hazaimehs beziffert.

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