Fußball: Testspiel Premiere an der Seitenlinie für Preußen-Coach Antwerpen in Leverkusen

Münster -

Beim Bundesliga-Vierten Bayer Leverkusen bestreitet der neue Preußen-Trainer Marco Antwerpen seine erste Partie in offizieller Mission. 21 Feldspieler fahren mit zur Werkself, geplant ist ein kompletter Ringtausch in der Halbzeitpause.

Von Thomas Rellmann
Erstmals Abwechslung: Die Preußen haben seit dem 9. Dezember nur trainiert oder pausiert. Am Samstag steht in Leverkusen ein erster Test an.
Erstmals Abwechslung: Die Preußen haben seit dem 9. Dezember nur trainiert oder pausiert. Am Samstag steht in Leverkusen ein erster Test an. Foto: Jürgen Peperhowe

Der Schwerpunkt in den ersten Einheiten des Jahres war klar definiert. Individuelles Anlaufverhalten, Arbeit gegen den Ball, Verschieben auf dem Rasen, Räume klein halten – so hießen die Stichworte für Preußen-Trainer Marco Antwerpen. Das Gelernte können seine Schützlinge am Samstag gegen einen prominenten Gegner anwenden. Bundesligist Bayer Leverkusen ist ab 14 Uhr Gastgeber der Münsteraner im Ulrich-Haberland-Stadion direkt neben der BayArena.

„Wir versuchen die Dinge unabhängig vom Gegner umzusetzen“, sagt der neue Chefcoach. „Solche Testspiele sind ja dafür da, um auch mal aufgezeigt zu bekommen, an welchen Stellen man noch arbeiten muss.“ Es ist ein Test, und ein gewisses Risiko ist da mühelos zu verschmerzen. „Wir wollen mutig agieren und Leverkusen genauso bespielen, wie wir es mit Mannschaften aus unserer Liga machen würden.“ So richtig gelegen, das sagt der 46-Jährige, kommt ihm der Auftritt bei der Werkself nicht. „Für Bayer geht es ja nächste Woche schon los.“ Am Freitag gewann der aktuelle Erstliga-Vierte ein Freundschaftsspiel gegen Zweitligist SpVgg Greuther Fürth mit 2:1.

21 Feldspieler plus zwei Torhüter nimmt Antwerpen mit zu seinem ersten Spiel als SCP-Trainer. A-Junior Julian Conze und Fabian Kerellaj aus der U 23 sind nicht dabei, die U-19-Spieler Cyrill Akono und Adrian Knüver hingegen schon. Nico Rinderknecht hat seine Erkältung überstanden, genau wie Danilo Wiebe, dessen Einsatz aber noch offen ist. Auch Gastkicker Denis Streker setzte leicht angeschlagen am Donnerstag mal mit dem Training aus. Überzeugt ist Antwerpen von dem 26-Jährigen gleichwohl. „Er hat ja schon auf höherem Niveau gespielt. Man sieht schon seine enorme Ruhe am Ball.“ Ob sich ein Transfer des Mittelfeldspielers realisieren ließe, ist noch nicht final geklärt. „Aber wir wollen natürlich vorbereitet sein für den Fall, dass wir noch etwas machen können“, sagt der Coach. Zunächst aber steht sein Debüt in Leverkusen auf dem Programm.

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