Fußball: A-Junioren-Bundesliga A-Junioren des SC Preußen in Not

Münster -

Zwei Spieltage noch, dann sind in der A-Junioren-Bundesliga die Würfel gefallen. Der Abstiegskampf wird wohl ein aufregendes Finale. Mittendrin steht der Nachwuchs des SC Preußen Münster. Im letzten Heimspiel trifft er am Sonntag auf Fortuna Düsseldorf.

Von Wilfried Sprenger
Elegante Ballführung und Drang zum Tor: Timon Schmitz ist mit sieben Treffern Preußens bester Torschütze in dieser Saison.
Elegante Ballführung und Drang zum Tor: Timon Schmitz ist mit sieben Treffern Preußens bester Torschütze in dieser Saison.

Es geht auf die Stunden der Entscheidungen zu. In der A-Junioren-Bundesliga tobt seit Wochen ein stürmischer Abstiegskampf. Der Wuppertaler SV und Viktoria Köln können die Klasse wohl nicht mehr halten. Doch wer wird der Dritte im Bunde der Absteiger sein? Fünf Teams sind gefährdet, mittendrin stehen die Talente des SC Preußen Münster. Am Sonntag (13 Uhr) haben sie Heimrecht gegen den Tabellennachbarn Fortuna Düsseldorf.

Heimrecht? Trainer Cihan Tasdelen relativiert den vermeintlichen Vorteil. Ausgerechnet jetzt, wo nur noch zwei Spieltage ausstehen, muss der SCP umziehen. Die Anlage an der Hammer Straße ist durch die erste Mannschaft belegt, somit weichen die A-Junioren ins Coerder Waldstadion aus. „Zum ersten Mal in dieser Saison, trainiert haben wir dort auch noch nicht. Von einem Heimspiel mag ich nicht mehr reden“, sagt Trainer Cihan Tasdelen

Noch spricht die Tabelle für die Preußen. Mit 24 Zählern liegen sie wie Bielefeld, Düsseldorf (beide 25) und Oberhausen (23) über dem Strich. Aktuell würde Essen (22) die Klasse nicht halten, doch Rot-Weiß spielt am Sonntag bei Schlusslicht Viktoria Köln. Die Jungadler sollten sich nicht auf andere verlassen.

Hohe Niederlage im Hinspiel

Das wollen sie auch nicht. Ein Dreier über Düsseldorf, das kaum weniger Druck spürt, käme einem Befreiungsschlag gleich. Allerdings trübt die Erinnerung an das Hinspiel die Aussicht: In Düsseldorf verlor der SCP 0:5. Fortunas Top-Torjäger Karlo Igor Majic (16 Saisontreffer) gelang damals ein Hattrick.

In vielen Gesprächen hat Tasdelen zuletzt versucht, seinen Schützlingen Druck von den Schultern zu nehmen. „Für uns Trainer ist Abstiegskampf nichts Neues, für die Jungs schon. Sie sollen wissen, dass es keine Katastrophe ist, wenn es am Ende nicht reicht. Aber natürlich wünschen wir uns alle den Klassenerhalt.“

Lange Verletztenliste

Eine lange Verletztenliste erschwert die Aufgabe zusätzlich. Neben Kapitän Serkan Gül fehlen Leon Kondring, Hüseyin Düzgün, Malik Durmus und Simon Homann. Tasdelen glaubt dennoch an sein Team. „Wir müssen uns läuferisch steigern und in die Zweikämpfe kommen“, fordert er.

► Das letzte Punktspiel bestreiten die Preußen beim Vierten VfL Bochum.

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