Fußball: 3. Liga Stoll bleibt bei den Preußen, gute Karten bei Schweers

Münster -

Lennart Stoll hat seinen Vertrag beim SC Preußen bis 2019 verlängert. Das Eigengewächs freut sich, in seiner Heimatstadt bleiben zu können. Auch auf eine Verlängerung des Arbeitspapiers von Lion Schweers, bestehen gute Aussichten, wie dessen Berater Gerd vom Bruch sagt.

Von Thomas Rellmann
Lennart Stoll (l.) erhielt in den vergangenen Monaten immer mehr Spielanteile – nun hat er seinen Vertrag beim SCP verlängert.
Lennart Stoll (l.) erhielt in den vergangenen Monaten immer mehr Spielanteile – nun hat er seinen Vertrag beim SCP verlängert. Foto: imago/objectivo

Den ersten von 14 auslaufenden Verträgen hat der SC Preußen verlängert. Eigengewächs Lennart Stoll bleibt dem Club bis 2019 erhalten. Die Ausdehnung dieses Arbeitsverhältnisses ist gleichzeitig eine Premiere für den neuen Sportchef Malte Metzelder, der seit April im Amt ist.

Stoll, der 2012 vom 1. FC Gievenbeck in die U 19 der Adlerträger wechselte, hat seit seinem Aufstieg zum Senior vor zwei Jahren 20 Drittliga-Partien absolviert. Gerade unter Trainer Benno Möhlmann, der große Stücke auf den Allrounder hält, machte er einen Sprung. Allein in dieser Saison stehen 18 Spiele, davon fünf in der Startelf, zu Buche. Er kann Rechtsverteidiger, vor der Abwehr oder im offensiven Mittelfeld agieren. „Er hat eine gute Entwicklung genommen. Wir sehen noch viel Potenzial bei ihm“, sagt Metzelder. Der 20-Jährige selbst betont: „Es ist einfach super, in meiner Heimatstadt auf diesem Niveau spielen zu können.“

Einen Youngster hat der SCP damit gebunden – weitere sollen in Kürze folgen. Selbst wenn Metzelder wollte – an Gerd vom Bruch und dessen Agentur „Coaches & More“ käme er dabei nicht vorbei. Der Sportdirektor hat guten Grund mit dem Berater-Routinier Kontakt aufzunehmen. Vier Profis des aktuellen Kaders gehören zu den Klienten des früheren Bundesliga-Trainers (Borussia Mönchengladbach), der das Unternehmen gemeinsam mit Sohn René führt.

Und der Spielervermittler macht Münster durchaus Hoffnung auf einen Verbleib von Innenverteidiger Lion Schweers (21) sowie Sturm-Talent Tobias Warschewski (19). „Gerade in diesem Alter ist es ganz, ganz wichtig auf dem Platz zu stehen. Nichts kann Spielpraxis ersetzen – bei allen verständlichen persönlichen Ambitionen“, sagt vom Bruch. „Keinem ist geholfen, wenn er andernorts etwas mehr Geld verdient. Es geht darum, sich eine vernünftige Basis zu schaffen und nicht total verrückt zu spielen.“ Im Klartext: Die Nachwuchs-Kräfte könnten und sollten an der Hammer Straße ihre nächsten Schritte machen. Warschewski hat ohnehin noch einen Vertrag bis 2018, zuletzt aber durch seine Auftritte in der U-19-Nationalelf die Blicke der Top-Clubs auf sich gezogen. Der Schweers-Kontrakt läuft aus, natürlich haben auch ihn einige Branchenführer auf dem Zettel. „Die Vereine sind bei Ü-30-Verträgen vorsichtiger geworden und machen stattdessen Jagd auf die ganz jungen“, erzählt vom Bruch. „Aber die Preußen haben keine schlechten Karten. Denn entscheidend ist der Wettkampf.“

Ein Gespräch zwischen Verein und Beratern hat bisher noch nicht stattgefunden. Für den 75-jährigen Agentur-Chef kein Grund zur Beunruhigung: „Warum sollten wir da Feuer machen. Benno Möhlmann und ich kennen uns schon so lange aus dem Geschäft“, sagt er. Neben Schweers und Warschewski berät er auch Torhüter Max Schulze Niehues, der natürlich ein Kandidat für eine Vertragsverlängerung ist, und Simon Scherder. Für den Dauerpatienten, der nach mehreren Knie-Operationen in der vergangenen Woche ins Mannschaftstraining zurückkehrte, hat er keine Eile. „Es wäre der falsche Zeitpunkt, jetzt Druck zu machen. Wichtig ist, dass er nach der langen Verletzungspause erst mal wieder ein gutes Gefühl bekommt“, sagt vom Bruch.

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