AS Rom siegt 3:0 in Palermo Kein Frieden nach Juve-Sieg im Klassiker gegen Milan

Das emotionale 2:1 im italienischen Klassiker Juve-Milan prägt den 28. Spieltag der italienischen Serie A. In letzter Minute holte sich der Rekordmeister den Sieg - und Milan zeigt sich als schlechter Verlierer.

Von dpa
Medhi Benatia (r) und Paulo Dybala von Juventus Turin jubeln über ihren Erfolg.
Medhi Benatia (r) und Paulo Dybala von Juventus Turin jubeln über ihren Erfolg. Foto: Alessandro Di Marco

Turin (dpa) - Nach dem Sieg mit einem umstrittenen Handelfmeter von Italiens Rekordmeister Juventus Turin im Klassiker gegen den AC Mailand ist die Stimmung zwischen den Clubs angespannt.

«Juve-Milan ohne Frieden» fasst es die «Gazzetta dello Sport» am Sonntag kurz und bündig zusammen. Paulo Dybala hatte am Freitag in letzter Minute per Strafstoß den 2:1 (1:1)-Sieg des Spitzenreiters gesichert. Den Gästen aus Mailand wird nun vorgeworfen, ihrem Ärger über die knappe Niederlage in der Kabine Luft gemacht zu haben. Italienische Medien berichteten über Schäden und Anti-Juve-Parolen in der Umkleide. Einen Kommentar darauf gab es von Milan zunächst nicht.

Italiens Rekordmeister kommt seinem 33. Titel mit dem 31. Heimsieg in Serie immer näher. Erster Verfolger bleibt nach einem 3:0 (1:0)-Sieg bei US Palermo am Sonntagabend AS Rom mit dem deutschen Verteidiger Antonio Rüdiger. Stephan El Shaarawy (22. Minute), der früher Wolfsburger Edin Dzeko (76.) und Bruno Peres (90.+1) trafen in Palermo. Die Römer haben allerdings acht Punkte Rückstand auf Juve.

Zwei Zähler zurück folgt der SSC Neapel. Im San Paolo gelang beim 3:0 (1:0)-Sieg gegen den FC Crotone Lorenzo Insigne ein Doppelpack (32./70. Minute), der belgische Nationalspieler Dries Mertens traf in der 66. Minute. Inter Mailand, derzeit auf Platz vier der Tabelle, glänzte mit einem 7:1 (5:1)-Sieg gegen den Sechstplatzierten Atalanta Bergamo - mit Dreierpacks von den Argentiniern Mauro Icardi (17./23./26.) und Éver Banega (31./34./68.).

Den 28. Spieltag prägt aber weiter das Spitzenspiel Juve-Milan. Die Partie war für die «Alte Dame» eine Revanche - italienische Medien verglichen es in Sachen Intensität, Emotionen, Wut, Protest und Tempo sogar mit dem 6:1 des FC Barcelona gegen Paris Saint-Germain in der Champions League. Juve hatte das Duell sowohl im Hinrundenspiel als auch im Super-Cup-Finale in Doha verloren.

Umso größer waren die Erwartungen an Dybala, dessen Schuss am Ende das Spiel entschied. «Es war nicht einfach, in diesen Momenten wiegt der Ball so schwer: Noch schwerer vor einem großartigen Torwart, und außerdem war da noch der Gedanke an Doha. Ich habe ihn gut geschossen, ich bin glücklich», sagte der Argentinier. Besagter Torwart, der 18-jährige Gianluigi Donnarumma, war nach der Niederlage in der siebten Minute der Nachspielzeit nicht gut gelaunt.

Ex-Bayern-Verteidiger Medhi Benatia hatte Juve in der 30. Minute in Führung geschossen, Carlos Bacca glich für Milan aus (43.). «Heute Nacht wird es nicht einfach sein zu schlafen, aber das Spiel zeigt uns, dass wir eine großartige Truppe sind», sagte Gäste-Coach Vincenzo Montella.

Die Turiner festigten mit dem Sieg ihre klare Tabellenführung in der Serie A. Der frühere Europapokalsieger Mailand steht mit 50 Zählern auf Platz sieben und muss eine weitere Saison ohne internationalen Wettbewerb fürchten.

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