Neue Ausstellung New Yorker Jewish Museum zeigt Teddys und Walter Benjamin

Was haben ein Kulturphilosoph und ein süßes Plüschtierchen gemeinsam? Sie sind Ausstellungsthema des Jewish Museum in New York, wo sich Interessierte an zwei Orten mit den Exponaten beschäftigen können.

Von dpa
In der Ausstellung «Charlemagne Palestine's Bear Mitzvah in Meshugaland» ist der Raum voller Teddybären. Sie hängen an den Wänden oder stapeln sich auf dem Boden.
In der Ausstellung «Charlemagne Palestine's Bear Mitzvah in Meshugaland» ist der Raum voller Teddybären. Sie hängen an den Wänden oder stapeln sich auf dem Boden. Foto: Christina Horsten

New York (dpa) - Einen ganzen Raum voller Teddybären zeigt eine neue Ausstellung im New Yorker Jewish Museum. Die Bären und andere Plüschtiere hängen in der seit Freitag geöffneten Schau von der Decke, an den Wänden und stapeln sich auf dem Boden.

Zusammengestellt hat sie der New Yorker Künstler Charlemagne Palestine, der den Raum zudem mit einer Klang-Installation beschallt. Inspiriert habe ihn zu der «Charlemagne Palestine's Bear Mitzvah in Meshugahland» betitelten Schau die angebliche Erfindung des Teddybären 1902 im New Yorker Stadtteil Brooklyn. Ein jüdisches Einwandererpaar hatte damals einen Teddybär für US-Präsident Theodore «Teddy» Roosevelt genäht, weil dieser sich geweigert haben soll, einen jungen Bären bei einer Jagd zu erschießen. Rasch bekam das Stofftier den Namen «Teddy's Bär».

Ebenfalls am Freitag eröffnete das direkt am Central Park in Manhattan gelegene Jewish Museum eine Schau zum letzten Buch des deutschen Philosophen Walter Benjamin (1892-1940), «Das Passagen-Werk». Werke von Künstlern wie Cindy Sherman und Lee Friedlander sind für die Schau «The Arcades: Contemporary Art and Walter Benjamin» mit den 36 Kapiteln des unvollendeten Buches zusammengebracht worden. Beide Ausstellungen sind bis zum 6. August geöffnet.

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