Buddy-Komödie 2 Sturköpfe im Dreivierteltakt

Die Buddy-Komödie «2 Sturköpfe im Dreivierteltakt» ist mit Uwe Ochsenknecht und Herbert Knaup hochkarätig besetzt. Doch trotz der beiden Stars, viel Musik und Tanz reicht es nur für einen eher durchschnittlich lustigen Fernsehabend.

Von dpa
Uwe Ochsenknecht (l) und Herbert Knaup sind «2 Sturköpfe im Dreivierteltakt».
Uwe Ochsenknecht (l) und Herbert Knaup sind «2 Sturköpfe im Dreivierteltakt». Foto: Barbara Bauriedl

Berlin (dpa) - Musik und Tanz machen Laune und lassen so manchen Alltagsfrust vergessen. Wohl auf Grundlage dieser Erkenntnis, die sich gerade auch in politisch schwierigen Zeiten als Rezeptur gegen Trübsinn anbietet, haben sich die ARD-Verantwortlichen an das Projekt «2 Sturköpfe im Dreivierteltakt» (Freitag, 10. März, 20.15 Uhr) gemacht.

Besetzt mit den bewährten Stars Uwe Ochsenknecht («Willkommen bei den Hartmanns» im Kino) und Herbert Knaup («Die Kanzlei», Das Erste), bietet die im Auftrag der Sendertochter Degeto von «die film» (München) produzierte Buddykomödie flockige Unterhaltung rund um eine Tanzschule. In der kommen sich ehemalige Rivalen, Männlein und Weiblein, jung und alt bei Walzer, Breakdance und Salsa näher.

Die von Thomas und Stephanie Kronthaler geschriebene sowie von Erstem auch inszenierte Geschichte ist allerdings doch etwas zu stereotyp und leichtgewichtig. Es bleibt vor allem etlichen charmanten Darstellern zu verdanken, wenn man daran Spaß hat. Der Film dreht sich um zwei Konkurrenten, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten: Joachim (Ochsenknecht) ist ein Pullunder und Schlips tragender früherer Buchhalter, der seine Wohnung und seine Haushaltskasse picobello in Ordnung hält. Im Hawaiihemd verkörpert dagegen Hans (Knaup) den Typus «ewig abgebrannter Lebenskünstler». Ihn hat seine Freundin gerade aus der von ihr finanzierten gemeinsamen Bleibe geworfen.

Beide Herren um die 60 waren mal mit Isolde (Andrea L'Arronge, «SOKO Kitzbühel») verheiratet. Die hat sich nun ein Bein gebrochen - und bittet ihre Ex nach Jahren der Funkstille, sich um ihre Tanzschule zu kümmern. Was Joachim und Hans zunächst nicht ahnen: Isolde spielt beide gegeneinander aus und sagt dafür jedem genau das, was er hören möchte. Der Hilfseinsatz gestaltet sich entsprechend problematisch. Doch schließlich merken sie mehr und mehr, dass sich ihre Charaktere eigentlich ergänzen: Joachim ist ein ordentlicher Standardtänzer - und Hans kann Menschen für sich gewinnen.

So schaffen es beide unter anderem, den Ausfall der tollen Tanzlehrerin Martha (Sonia Diaz) zu kompensieren. Als deren talentierter Sohn Carlo mischt in einigen Szenen der Münchner Breakdance-Szenestar Jawad Rajpoot nicht nur eine Seniorengruppe auf. Sondern begeistert auch die frisch akquirierten Schulklassen samt der hübschen Sophie (Lisa Vicari).

«Musik spricht eben die Sinne an, unabhängig von Sprache und Hautfarbe», sagte Uwe Ochsenknecht bei der Vorstellung des Films in Hamburg. Privat tanze er aber auch schon mal für sich allein im Wohnzimmer, so der 61-jährige Ex-Hippie, der als Sänger der Band «The Screen» bereits mehrere Alben veröffentlicht hat.

Einen Buddy wie Hans habe er in seinem Leben zwar nicht, erzählte der geschiedene Vater von vier Kindern, «aber es gibt schon zwei, drei Leute, bei denen ich immer anrufen kann und die mir helfen würden.»

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