Kock-Gesellschaft will auf dem Firmengelände ein Wohnhaus bauen
Erst muss ein Gesamtkonzept her

Borghorst -

Das Angebot an bezahlbarem Wohnraum ist auch in Steinfurt knapp. Etwas entspannt wird die Situation demnächst, wenn die Häuser an der Spinnereistraße bezugsbereit sind.

Mittwoch, 09.10.2019, 17:02 Uhr aktualisiert: 09.10.2019, 20:20 Uhr
Links der Spinnereistraße wird bereits gebaut, ob rechts ebenfalls Häuser entstehen, ist noch fraglich. Foto: Terhechte und Höfker Architekten

Das Angebot an bezahlbarem Wohnraum ist auch in Steinfurt knapp. Etwas entspannt wird die Situation demnächst, wenn die Häuser an der Spinnereistraße bezugsbereit sind. In drei Häusern baut die „Gesellschaft für Baumwollindustrie A. & A. Kock (GfB Kock)“ dort insgesamt 24 öffentlich geförderte Wohnungen.

Nach den Vorstellungen von GfB-Geschäftsführer Heinz Heitmann könnten es sogar noch mehr werden: Auf dem direkt gegenüberliegenden Firmengelände sollen weitere Wohneinheiten gebaut werden – an drei Seiten von ehemaligen Fabrikgebäuden, die mittlerweile als Lagerhallen genutzt werden, umschlossen. Dafür ist aber eine Änderung des Flächennutzungsplans erforderlich, der für das Areal der ehemaligen Spinnerei ausschließlich gewerbliche Nutzung vorschreibt.

In einer Anfrage an die Verwaltung, die am Dienstagabend im Planungsausschuss behandelt wurde, setzt sich die CDU für das Projekt ein. „Wir werden immer wieder von Bürgern auf das Thema Sozialer Wohnungsbau in Steinfurt angesprochen“, begründete Fraktionschef Norbert Kerkhoff das Engagement der Union.

Das zusätzliche Gebäude verfolge den Quartiersgedanken und runde nach Fertigstellung des Straßenausbaus das Wohnquartier ab. „Die CDU-Fraktion beantragt eine möglichst zeitnahe Umsetzung der Baumaßnahme. Die Verwaltung wird beauftragt, den Investor bei der Umsetzung tatkräftig zu unterstützen“, fordert die Unionsfraktion in ihrem Antrag.

Damit stand sie im Planungsausschuss allerdings ziemlich alleine da. „Ich kann kein Wohnhaus genehmigen, das sich mitten zwischen Gewerbegebäuden befindet“, machte Stefan Albers als Leiter des Fachdiensts Stadtplanung und Bauordnung die Gesetzeslage deutlich. Deshalb habe die Verwaltung dem Eigentümer bereits empfohlen, sich Gedanken über ein Gesamtkonzept des Areals zwischen Spinnereistraße und Schoppenkamp zu machen. „Wir lehnen es nicht kategorisch ab, aber wir brauchen ein Gesamtkonzept für die Fläche.“ Ähnlich sahen es auch Josef Kamer und Rainer Abeling für die SPD: „Wir sollten lange darüber schlafen, ob wir diese Fläche wirklich für Wohnbebauung freigeben sollten“, lehnte Kamer eine kurzfristige Entscheidung ab. „Das Gebiet ist zu sensibel, um da einen Schnellschuss zu machen“, meinte Abeling.

Kurt Lewandowski ging für die FWS sogar noch weiter: „Wenn wir sowieso gewerbliche Flächen benötigen, sollten wir uns davor hüten, welche wegzugeben.“

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