Politik berät planungsrechtliche Vorgaben
Biogasanlage muss wachsen

Burgsteinfurt -

Verschärfte gesetzliche Vorgaben machen größere Neu- und Umbauten an der Biogasanlage in Hollich notwendig. Die Speicherkapazitäten für Biogas und Gärreste müssen zum Teil deutlich erhöht werden, um die neuen Bestimmungen im Dünge- und Energierecht zu erfüllen. Dazu müssen Bebauungs- und Flächennutzungsplan geändert werden. Die Politik berät darüber in dieser Woche.

Montag, 20.05.2019, 20:00 Uhr
Für die Hollicher Biogasanlage sind größere bauliche Veränderungen ins Auge gefasst worden. Foto: hjp

Das Lager für die Gärreste – das sind die Rückstände, die bei der Herstellung von Biogas entstehen und später als Dünger verwendet werden – muss künftig so groß sein, dass es die an 270 Tagen entstandenen Reste fassen kann. Bislang kam die Anlage mit einem Speicher für 180 Tage aus. Diese Investition hat für die Bio-Energie GmbH & Co. KG, die die Anlage in Hollich betreibt, weitreichende Folgen. Der Speicher für den späteren Dünger muss nämlich gasdicht gebaut werden. Damit übersteigt die gespeicherte Gasmenge auf dem Gelände die 10 000-Kilogramm-Grenze. Darum gilt die Anlage künftig als sogenannter Störfallbetrieb, für den besondere Sicherheitsauflagen gelten. So muss ein Gutachten erstellt werden, in dem dargestellt wird, wie Störfälle bestenfalls vermieden werden können.

Die Betreiber wollen einen komplett neuen Speicher für die Gärreste bauen und zusätzlich einen Teil der bestehenden Anlagen erhöhen. Unterm Strich soll die Speicherkapazität für Biogas von jetzt rund 9000 auf 32 000 Kilo wachsen. Planungsrechtlich soll die Möglichkeit geschaffen werden, bis zu 40 Tonnen zu lagern. So besteht ein Puffer von acht Tonnen für spätere mögliche Erweiterungen.

Der neue Speicher soll dort gebaut werden, wo sich derzeit die Silofläche befindet. Das hat wiederum zur Folge, dass das Silolager geringfügig erweitert werden soll. Was wiederum eine Verlegung der Einfahrt Richtung Süden nach sich ziehen könnte.

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