Bäder in Steinfurt
Drei sind eins zu viel

Mit solchen Begriffen sollten wir vorsichtig umgehen. Aber hier geht es nicht anders: Es ist ein Skandal. Da ist die Sanierung des Freibades, die nur mit einer ansehnlichen Muskelhypothek und Spende der Steinfurter Bürger verwirklicht werden kann, noch nicht abgeschlossen, da wird hinter verschlossenen Türen schon wieder über die Schließung diskutiert.

Freitag, 17.05.2019, 17:05 Uhr

In dem bislang geheimen „Optimierungskonzept“ für die Steinfurter Bäderlandschaft kommt die beauftragte Unternehmensberatung zu dem Schluss, dass an der Wasserfront dringend gespart werden muss, will die Stadt nicht finanziell baden gehen. Die Gutachter sprechen weiterhin von einem Überangebot, wenn die Bürger auf Dauer die Wahl zwischen zwei Frei- und einem Hallenbad haben. In dem Konzept, so ist zu hören, favorisiert man darum die Schließung des Außenbeckens im Kombibad als gangbarste aller Lösungen. Das Freibad dicht zu machen, würde zwar deutlich mehr Geld einsparen, wäre aber politisch nicht durchsetzbar. Oder anders ausgedrückt: Die Bürger würden dann auf die Barrikaden gehen.

Bei dem Wahnsinn drängt sich eine Frage auf: Warum wurde so ein Optimierungskonzept nicht vor der Freibad-Sanierung aufgestellt? Mit den vorliegenden Fakten, die übrigens nicht wirklich neu sind, wäre niemand ernsthaft auf die Idee gekommen, zum samstäglichen Handwerkeln im Freibad aufzurufen.

Auch die damaligen Prophezeiungen, die beiden Bäder seien kostenneutral zu führen, wenn die Stadt auf ihren jährlichen Stadtwerke-Zuschuss verzichtet, müssen heute wie Hohn und Spott klingen. Dabei ist gerade erst ein Sommer ins Land gegangen. Der übrigens bombe war. Gemessen an den Temperaturen und an den Besucherzahlen. Hätte es im vergangenen Jahr öfter geregnet, wäre die Bilanz vollends verhagelt.

Man kann es drehen und wenden, wie man will. Steinfurt kann sich drei große Schwimmbecken nicht leisten. Mahner hat es damals, als die Entscheidung über die Freibadsanierung anstand, einige gegeben. Die wollte aber niemand hören.

Umso wichtiger ist es jetzt, dass die Diskussionen um die Zukunft der Steinfurter Bäderlandschaft ab sofort in aller Offenheit geführt werden. Die Politik hat es in der kommenden Woche in der Hand. Sie muss dem Antrag der FWS auf Öffentlichkeit nur zustimmen.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6620029?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686838%2F
Anwohner parken im Parkhaus
Viele parkende Autos schränken die Nutzung der Schillerstraße als Fahrradstraße stark ein. Die Stadt Münster möchte das Anwohnerparken in diesem Bereich einschränken. Eine Möglichkeit könnten Anwohnerparkplätze im Parkhaus Bremer Platz sein.
Nachrichten-Ticker