Bettenhaus für das Marienhospital
Baustart steht weiter in den Sternen

Borghorst -

Für den Neubau des Bettenhauses am Marienhospital steht auch zwei Jahre nach der Übernahme durch das münsterische Universitätsklinikum noch kein Termin für den ersten Spatenstich fest. 

Mittwoch, 02.01.2019, 23:00 Uhr aktualisiert: 03.01.2019, 00:00 Uhr
Wann das Marienhospital um das neue Bettenhaus erweitert wird, ist derzeit noch offen. Die Vorplanungen laufen. Foto: Axel Roll

„Erst nach Abschluss der Planungsphase wird ein tragfähiger Zeitplan erstellt“, heißt es auf Anfrage unserer Zeitung von Seiten der Klinikleitung. Ursprünglich sollte der Baustart für das einmal für 120 Betten konzipierte Projekt im Herbst 2017 erfolgen. Es war damals als unabdingbare Voraussetzung für den wirtschaftlichen Betrieb des Borghorster Krankenhauses bezeichnet worden. Die Stadt beteiligt sich mit einer Million an dem damals auf 14 Millionen Euro geschätzten Kosten für das Gebäude.

Als Grund für die Verzögerung nennt Stephan Schonhoven, Pressesprecher des Marienhospitals, „die gute Entwicklung der medizinischen Angebote des Borghorster Krankenhauses sowie die Erweiterung des Leistungsspektrums“ vor Ort. Das alles habe eine „Ergänzung der Bauvorplanung notwendig gemacht“. Diese Bauvorplanung sei schon direkt nach der Übernahme durch das UKM in Angriff genommen worden, um sich mit den konzeptionellen Anforderungen eines Bettenhauses zu befassen.

Parallel, auch das hatte die Klinikleitung im Januar 2017, also drei Monate nach dem Zusammenschluss, angekündigt, sollte mit dem Bau eines Parkdecks die Zahl der Stellplätze von 145 auf 400 erhöht werden. Anfang 2018 war dann noch von insgesamt 300 die Rede.

Gespräche mit neuem Investor für benachbartes Weberquartier laufen

Im Augenblick, so Stephan Schonhoven, laufen Gespräche mit dem neuen Investor für das benachbarte Weberquartier, inwieweit seine Überlegungen Berücksichtigung bei der Stellplatzkonzeption finden können und ob 300 Parkplätze tatsächlich ausreichen. Auch die List-Gruppe aus Nordhorn beabsichtigt, auf dem Websaal-Areal Einrichtungen aus dem Gesundheitsbereich anzusiedeln.

Wie der Klinik-Sprecher erläuterte, habe es 2017 eine Bedarfserhebung für den Parkplatz über mehrere Wochen gegeben. „Die Autofahrer wurden gefragt, ob sie das Kranken- oder Ärztehaus aufsuchen und ob sie den Parkplatz als Mitarbeiter, Patient oder Besucher nutzen“, so Schonhoven.

Städtische Million noch unangetastet

Von der städtischen Million ist übrigens noch nicht ein Cent überwiesen worden. „Wir könnten aber jederzeit“, so Kämmerer Andreas Meyer. Aber da mit dem Bau noch nicht begonnen worden sei, müsse die Stadt auch noch nicht zahlen. Geplant ist, dass der Gesamtbetrag in vier Tranchen gezahlt wird.

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