Kunstrasenplatz an der Gräfin-Bertha-Straße Wenig Laub aufs Grün

Borghorst -

Eine noch. Eine Rolle Kunstrasen muss noch verlegt werden, dann ist das Spielfeld an der Gräfin-Bertha-Straße wieder komplett. „Das ganze Prozedere hat hervorragend geklappt“, freut sich Wolfgang Spille als zuständiger Fachdienstleiter Tiefbau. Er geht davon aus, dass Anfang der Woche das letzte Stück Kunstrasen verlegt werden kann. „Dann müssen die Arbeiten um das Spielfeld herum noch erledigt werden.“

Von Axel Roll
Noch eine Bahn muss verlegt werden, dann ist der neue Kunstrasenplatz komplett.
Noch eine Bahn muss verlegt werden, dann ist der neue Kunstrasenplatz komplett. Foto: Axel Roll

Spille denkt dabei an die Ballschutzzäune, das Pflaster sowie Granulat und Sand für den Rasen. Erst dann könne die Fläche zum Kicken freigegeben werden. Parallel wird an der Skateranlage ein Spielgerüst aufgebaut.

Damit den neuen Untergrund eine möglichst lange Zukunft in Borghorst erwartet, hat sich die Verwaltung den Rat eines Ingenieurbüros geholt. Außerdem, so Wolfgang Spille, habe er mit Vertretern des SC Preußen die Kunstrasenplätze in der Nachbarschaft abgefahren und die dort gemachten Erfahrungen abgefragt. So ist deutlich geworden, dass sich Kunstrasen und Natur nicht so gut vertragen. Es müssen Maßnahmen getroffen werden, dass der Platz kein Moos ansetzt. Außerdem werden die Bäume drum herum beschnitten, damit möglichst wenig Laub aufs Grün fällt.

Dass Kunstrasenplätze aus Gründen des Umweltschutzes nicht unproblematisch sind, weiß Wolfgang Spille. „Wir haben hier ein großes Stück Plastik verlegt.“ Darum müsse es darum gehen, den Platz möglichst lange zu erhalten. Viel mehr könne man als Stadt nicht tun.

„Zusätzlich haben wir in der Ausschreibung die Vorgabe gemacht, dass der alte Platz recycelt werden muss.“ Und nicht irgendwo einfach verbrannt oder abgelegt wird, wie es auch schon häufig vorgekommen sein soll. Wie das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ in seiner jüngsten Ausgabe unter der Überschrift „Plastikwüsten“ berichtet, gelangen durch die Verwehungen des Granulats bundesweit jährlich 8000 Tonnen Mikroplastik in die Umwelt. Platz fünf in der Hitliste der Hauptverursacher. Das Granulat könne zudem Schadstoffe beinhalten, schließlich werde es zum Teil aus alten Autoreifen geschreddert.

Thema Geld. Fest steht, dass die Stadt mit den 300 000 Euro im Haushalt auf jeden Fall auskommen wird. Spille: „Wahrscheinlich liegen wir insgesamt sogar drunter.“

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