Luftsportgemeinschaft Steinfurt bei „Sterne des Sports“ in Düsseldorf mit Bronze ausgezeichnet Sternstunde der Vereinsgeschichte

Steinfurt -

Für den Stern in Silber und das Ticket nach Berlin hat es nicht ganz gereicht. Aber einer in Bronze, der allerdings auf dem Weg zur Düsseldorfer Arena irgendwo im Stau steckengeblieben ist, zweimal 500 Euro für die Vereinskasse und ein Riesen-Banner, das künftig am Flugplatz Füchten von der Teilnahme am Wettbewerb „Sterne des Sports“ erzählen wird, dafür hat sich die Vorstandsfahrt der Luftsportgemeinschaft Steinfurt schon gelohnt.

Von Axel Roll
Stolze Luftsportler: Vorsitzende Heidi Balkenhol (mit Blumenstrauß) und weitere Vorstandsmitglieder der LSG Steinfurt nahmen freudestrahlend die Auszeichnung entgegen.
Stolze Luftsportler: Vorsitzende Heidi Balkenhol (mit Blumenstrauß) und weitere Vorstandsmitglieder der LSG Steinfurt nahmen freudestrahlend die Auszeichnung entgegen. Foto: ar

Und nicht zuletzt die Anerkennung, die Vorsitzende Heidi Balkenhol und ihr Team aus prominentem Mund erfuhren, machte den Dienstagabend auch zu einer Sternstunde in der LSG-Vereinsgeschichte.

Egal, ob die Vizepräsidentin des Landessportbunds Michaela Engelmeier, die ehemalige Welt- und Europameisterin im Speerwurf Steffi Nerius, WDR-Sportmoderator Peter Großmann oder Staatssekretärin Andrea Milz, sie alle fanden das jährliche Fliegen mit den krebskranken Kindern einfach nur klasse.

Und dafür gab es auf Regionalebene den im Stau steckengebliebenen Bronzestern, der gleichbedeutend mit der Qualifikation für den Landeswettbewerb war. Dort nahmen die LSGler am Dienstagabend aus der Hand der Staatssekretärin die Urkunde für einen von drei 500-Euro-Förderpreisen entgegen. „Enttäuscht? Keine Spur, es ist einfach toll, hier zu sein“, antwortete Vorsitzende Balkenhol Moderator Peter Großmann auf die Frage, ob sie traurig sei, das Land NRW nicht bei der Bundesausscheidung vertreten zu können. Das machen jetzt die Wassersportler aus Lippstadt.

Sterne und Preise gibt es vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und den Volks- und Raiffeisenbanken für besonderes soziales Engagement im Sport. „Normalerweise läuft das über die örtlichen Banken. Da die sich aber in Steinfurt nicht an dem Wettbewerb beteiligen, haben wir uns direkt beworben“, erläuterte Zweiter LSG-Vorsitzender Matthias Gudorf, wie es zur Teilnahme an „Sterne des Sports“ kam.

Vorsitzende Heidi Balkenhol erzählte den Gästen bei der Feierstunde, neben der LSG hatten es noch fünf weitere Sportvereine aus den Regionen in die Landeshauptstadt geschafft, nur zu gerne, wie die Aktion mit den krebskranken Kindern geboren wurde.

Zu Nikolaus 2002 sollte Friedhelm Posner, Polizist und begeisterter Hobbyflieger, den Nikolaus zur Kinderonkologie eskortieren. Der musste wegen Blitzeises seinen Besuch absagen, also fuhr Polizist Posner zur Uniklinik, erklärte den Kindern, warum der Nikolaus nicht kommen konnte und lud die kleinen Patienten als Entschädigung für den nächsten Sommer zum Flugplatz Füchten ein. „Dieses Jahr waren 54 Teilnehmer dabei, es war das 15. Mal“, so Heidi Balkenhol. Friedhelm Posner konnte dieses kleine Jubiläum nicht mehr erleben, er verstarb vor einem Jahr an Krebs.

Spät am Abend, das letzte große Gruppenfoto war gemacht, da ging es Heidi Balkenhol, Henrik Funke, Claudia und Philipp Kegel, Matthias Gudorf, Arne Schmieding und Karsten Woltering wie im Sommer, am Ende eines Flugtages für krebskranke Kinder: Alle waren geschafft, aber auch sehr glücklich.

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