Tagesstätte für psychisch Erkrankte „Der Anker“ Gemeinschaft wie in einer Familie

Burgsteinfurt -

Großzügig und gemütlich das Altgebäude, lichtdurchflutet-luftig der gläserne Anbau – am Mittwoch weihte der Förderkreis für psychisch Erkrankte und Behinderte die neue Tagesstätte „Der Anker“ an der Bismarckstraße ein.

Von Ralph Schippers
Förderkreis-Vorsitzender Dirk Zumbansen (vorne, l.) konnte zusammen mit dem Betreuerteam und weiteren Vorstandsmitgliedern zahlreiche Gäste zur Einweihung der neuen Tagesstätte begrüßen.
Förderkreis-Vorsitzender Dirk Zumbansen (vorne, l.) konnte zusammen mit dem Betreuerteam und weiteren Vorstandsmitgliedern zahlreiche Gäste zur Einweihung der neuen Tagesstätte begrüßen. Foto: Ralph Schippers

Großzügig und gemütlich das Altgebäude, lichtdurchflutet-luftig der gläserne Anbau – schon seit fast einem Jahr befindet sich die vom Förderkreis getragene Tagesstätte für psychisch Erkrankte und Behinderte „Der Anker“ in der ehemaligen Bauunternehmervilla an der Bismarckstraße.

Dass die offizielle Einweihung erst am Mittwoch erfolgte, hat gleich zwei Gründe: Zum einen war es sowohl dem Betreuerteam als auch den Besuchern wichtig, in der neuen Heimstatt, wie Teammitglied Sarah Schnieder in Vertretung der erkrankten Leiterin Rita Beyer betonte, „richtig anzukommen“. Zum anderen verknüpfte sich mit dem gestrigen Datum ein rundes Jubiläum: Fast auf den Tag genau, nämlich am heutigen Allerheiligentag vor 25 Jahren, wurde der erste Besucher in der Einrichtung begrüßt.

Viele Gäste waren am Mittwoch zu der Feierstunde gekommen – was die Bedeutung der Tagesstätte unterstrich. Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer, die der Vorstandsvorsitzende des Förderkreises Dirk Zumbansen als Ehrengast begrüßte, machte deutlich warum: „In unserem immer hektischer werdenden Alltag und angesichts der stets größer werdenden Anforderungen in der Arbeitswelt nehmen die psychischen Erkrankungen zu“, stellte die Verwaltungschefin die Arbeit des Betreuerteams als „sehr wichtig“ heraus. Dem ehrenamtlich agierenden Förderkreis galt ihr Dank für das gezeigte Engagement bei der Durchführung des Projekts.

Das nahm vor rund fünf Jahren seinen Anfang, blickte Zumbansen zurück. Nach intensiver Suche fiel die Wahl auf die zuletzt leerstehende Unternehmervilla. Dank finanzieller Förderung durch den Landschaftsverband und der Aktion Mensch konnte das Vorhaben Umzug vom alten Domizil im Viefhoek hin zur Bismarckstraße dann peu á peu verwirklicht werden.

Dass nicht nur das Betreuerteam, sondern auch die Besucher sich dort sehr wohl fühlen, machte stellvertretend für alle ein Beiratsmitglied deutlich. Die Tagesstätte sei für die Nutzer „wie ein zweites Zuhause“. Die Gemeinschaft werde wie eine Familie erlebt, durch die gewährte Unterstützung und den festen Tagesablauf träten Sorgen und Nöte in den Hintergrund.

Als Vertreter des LWL gratulierte Peter Winter zum neuen Domizil. „Vor 25 Jahren war die Steinfurter Einrichtung die erste überhaupt im Münsterland“, so der LWL-Mitarbeiter. Zur Sicherung des ambulant betreuten Wohnens psychisch Erkrankter würden die Tagesstätten auch in Zukunft Bestand haben. „Machen sie weiter so, sie leisten wertvolle Arbeit“, rief Winter dem Betreuerteam unter dem Applaus der Anwesenden zu.

Im Anschluss an den offiziellen Teil bestand für die Gäste der Feierstunde Gelegenheit, sich in den Räumlichkeiten umzusehen.

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