MGV Borghorst punktet mit großartigem Bühnenbild und tollen Evergreens Gymbo-Mensa wird zum Filmpalast

Borghorst -

„Ganz großes Kino“ versprach der Männergesangverein (MGV) Borghorst bei seinem Herbstkonzert am Samstagabend – und blieb dem Publikum nichts schuldig.

Unter der Leitung von Andreas Pauk zeigte sich der MGV kinoreif.
Unter der Leitung von Andreas Pauk zeigte sich der MGV kinoreif. Foto: nix

Bis auf den letzten Platz war die Mensa des Gymbo gefüllt. Ein Bühnenbild mit alten Filmprojektoren und zahlreichen Accessoires, eine hervorragende Performance mit Fantasie und Witz sowie reife Gesangsleistungen begeisterten die Gäste. Unvergessene Film-Melodien aus sieben Jahrzehnten standen auf dem Programm. Titel, die fast jeder einfach kennen musste. Stilecht bis ins Detail waren sogar Tütchen mit Popcorn auf den Sitzen verteilt.

Die musikalische Leitung lag in den erfahrenen Händen von Andreas Pauk. Der MGV-Vorsitzende Helmut Tegethoff begrüßte das Publikum, die Moderatoren Martin Bussmann und Clemens Klamra entfalteten voll ihr komödiantisches Talent.

Klamra erschien in der Rolle des schrulligen Regisseurs „Fritz Kurz“. „Filmvorführer“ Bussmann konnte es ihm nie recht machen. Mal war’s zu viel Action, ein anderes Mal war ihm alles zu sentimental. Was wären Filmmelodien ohne Leinwand und laufende Bilder? So spielte der MGV Szenen bekannter Blockbuster von „Citizen Cane“ über „Die drei von der Tankstelle“ bis hin zu „Titanic“.

Zur Konzerteröffnung lief ein eigens zusammengestelltes Intro im Stil eines Hollywoodfilms über die Leinwand, bei dem die Filmgesellschaft „MGM“ zu „MGV“ wurde. Neben den stimmgewaltigen Sangesbrüdern war die „Soundtrack Movie-Band“ exzellenten Musikern mit im Boot. Heinrich Bleiber interpretierte den Evergreen „La Paloma“. Kaja van Herrikhuizen brillierte mit dem Lied „On My Own“ aus dem Musical „Les Miserables“. Sehr einfühlsam brachte Daniela Pauk das „Farbenspiel des Windes“ aus „Pocahontas“ zu Gehör. „La Le Lu“, bekannt geworden in der Rühmann-Version aus dem Film „Wenn der Vater mit dem Sohne“ dichtete Manfred Baltes ein wenig um. Schließlich schaut heute weniger der Mann im Mond zu als möglicherweise Alexander Gerst, von der Raumstation ISS aus zu, wenn die kleinen Babys schlafen ...

Nach der „Ode an die Freude“ betraten alle Sänger zum Finale mit grünem Knick­licht die Bühne der Gymnasium-Mensa. Der getarnt im Publikum sitzende Gospelchor aus Neuenkirchen sang „Joyful Joyful“.

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