Photovoltaikanlage auf ehemaliger Hausmülldeponie im Grottenkamp Sonnenstrom für 250 Haushalte

Borghorst -

Die letzten Solarpaneele werden am heutigen Donnerstag montiert. Dann warten 2552 Module auf ihren Anschluss ans öffentliche Stromnetz.

Von Axel Roll
Auf dem ein Hektar großen Areal gehen die Installationsarbeiten für die Photovoltaikanlage schnell voran. Sie soll im Mai ans Netz gehen.
Auf dem ein Hektar großen Areal gehen die Installationsarbeiten für die Photovoltaikanlage schnell voran. Sie soll im Mai ans Netz gehen. Foto: Axel Roll

„Das wird allerdings noch bis Mitte Mai dauern“, schätzt Wolfgang Kurth als Miteigentümer der Freiland-Photovoltaikanlage im Grottenkamp.

„Es muss noch die komplette Infrastruktur für die Anlage erstellt werden“, so Kurth. Dazu zählt das Leitungssystem einschließlich Trafostation.

Geht die Solaranlage „auf Empfang“ kann sie mit einer Leistung von 689 Kilowatt im Normalbetrieb rund 250 Haushalte mit alternativ produziertem Strom versorgen. Eigentümer des Sonnenparks ist eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) mit drei Teilhabern: Grundeigentümer Dr. Ulrich Schulze-Raestrup, Wolfgang Kurth mit seiner Kw-Peak sowie die Naturstoff- und Dienstleistungszentrale Land und Forst mit Sitz in Saerbeck.

Die Installation der Paneel-Tische war nicht einfach. Die Löcher für die Pfeiler durften nicht klassisch ausgehoben werden, sondern mussten in den Boden gerammt werden. Grund: Das ein Hektar große Gelände war von 1930 bis 1955 die Hausmülldeponie der Stadt Borghorst.

Wie bei den Änderungsverfahren für Flächennutzungs- und Bebauungsplan von Sachverständigen festgegestellt wurde, geht von dem Boden keine Gefahr aus, es darf allerdings nicht darin gegraben werden. Rund 30 000 Kubikmeter Müll sollen unter der abschließenden Mutterbodenschicht ruhen.

Bis vor fünf Jahren stand an der Ecke Grottenkamp/Westfalenring eine Schrebergartenanlage. Sie musste für die neue Nutzung das Feld räumen.

Wegen der Deponie-Vergangenheit des Geländes schied eine Nutzung als Bauland aus. Weniger wegen der Belastung des Bodens. In dem Untergrund wäre es schwierig gewesen, Häuser vernünftig zu gründen, sagten die Experten.

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