Markt am Mittwoch: „Für Borghorst genau das Richtige“

Borghorst -

Der erste Monat ist rum. Viermal Markt am Mittwochnachmittag. Und die Stimmung ist unverändert – gut. Um nicht zu sagen ausgesprochen gut.

Von Axel Roll
Patrick Woltering freut sich über die gute Stimmung auf dem Markt am Mittwoch. Die Frequenz stimmt, er denkt an Expansion.
Patrick Woltering freut sich über die gute Stimmung auf dem Markt am Mittwoch. Die Frequenz stimmt, er denkt an Expansion. Foto: ar

Händler, Kunden, aber auch die Kaufmannschaft freut sich über den Trubel auf dem Roten Platz. Tenor: Endlich wieder was los in der Stadt.

„Es läuft, das ist einfach der Wahnsinn“, lacht Christian Dieckmann. Der Blumen- und Gemüsehändler hat eigentlich keine Zeit für ein kurzes Spontan-Interview. Kiste für Kiste schleppt er aus dem Kleintransporter vorne auf die Auslagentische. Ja, er sei mehr als zufrieden. „Und die anderen Kollegen auch, wie ich gehört habe. Eben bei Karl-Ernst Borgmann stand wohl eine Schlange mit 30 Kunden.“

Tatsächlich. Bei dem bekannten Ostendorfer Direktvermarkter muss man gar nicht fragen, wie es so läuft. Die artig wartenden Kunden sprechen Bände. Wie Borgmanns Gesicht. Trotzdem die Frage: „Wie läuft‘s?“ Das Grinsen wird noch breiter. Achtung, Ironie: „Geht so.“

Patrick Woltering ist alter Borghorster und nach einem zwölfjährigen Intermezzo in Düsseldorf wieder in der Heimat. Nicht nur seine eingelegten Leckereien kommen gut an. „Der gesamte Markt ist super.“ Das Ganze habe Event-Charakter. „Die Stimmung ist gut.“ Er denkt an Expansion. Nach eigenen Burger- und Hotdog-Kreationen soll zur warmen Jahreszeit hin eine Grillstation kommen. Patrick Woltering: „Wir machen dann ein bisschen Live-Cooking.“

Daniel Knüpp, der die Initialzündung zum Mittwochnachmittagsmarkt gegeben hat, nimmt sich die Zeit für eine kurze Zigarettenpause. Er hat gute Nachrichten. Ja, seine Kollegen seien alle „best zufrieden“. Der Fleischermeister ist überzeugt: „Das Ding hat sich jetzt schon etabliert.“ Da kann auch der Mittwochnachmittagsregen nichts dran ändern. „Auf dem Markt regnet es auch mal.“ Aber in den kommenden warmen Monaten, da gehe der Markt richtig durch die Decke. Bald mit Bäcker-Unterstützung: „In zwei Wochen ist der münsterische Bäcker Nieß dabei. Der mahlt sein Mehl noch selber.“

Henri Schukkink war vor vier Wochen das erste Mal mit seinem Käsewagen auf dem Roten Platz. Was der Holländer an Borghorst schätzt? „Das ist super gemütlich hier. Die Leute sind alle gut drauf, haben einfach Spaß.“ Er übrigens auch. „Die Geschäfte gehen gut.“

Helmut Lindau ist einer von den vielen gut gelaunten Kunden auf dem Wochenmarkt. Der Rentner hat gerade geduldig in der Borgmann-Schlange angestanden, jetzt ist Zeit für eine Currywurst. Lindau ist Markt-Stammkunde. „Früher war ich vormittags hier, jetzt gehe ich eben nachmittags.“ Was ihn freut ist die Tatsache, dass jetzt einfach mehr los ist in der Stadt.

Die Strahlkraft des neuen Marktes reicht bis zum Kreisverkehr. Martin Linke, der dort mit seiner Frau Gisela das Sportgeschäft betreibt, spürt es: „Mittwochs ist deutlich mehr los in der Fußgängerzone.“ Und damit auch bei ihm im Geschäft. Allerdings könnte die Frequenz in der letzten Stunde von 18 bis 19 Uhr noch besser werden. „Das wird in den Sommermonaten aber garantiert noch besser“, ist der Geschäftsmann überzeugt. Also gebe es jetzt noch keinen Grund, die Flinte ins Korn zu werfen. Vom Prinzip her ist er mit seinen Einzelhandelskollegen in der Innenstadt einig: „Die Verlegung des Marktes auf den Nachmittag war für Borghorst genau das Richtige.“

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