Der Mittwochsmarkt wird umgekrempelt
Ein komplett neuer Weg

Borghorst -

Verbesserungen, Neuerungen, Änderungen – Daniel Knüpp gehen diese Begriffe nicht weit genug. „Wir stampfen alles ein und gehen komplett neue Wege“, verspricht der 41-jährige Fleischermeister, der seit 20 Jahren auf den Wochenmärkten der Region zu Hause ist. Und er ist sich bewusst: „Wir müssen jetzt liefern. Das erwarten die Kunden von uns.“

Montag, 29.01.2018, 17:08 Uhr
Ein Bild aus vergangenen Zeiten: 2009 feierten die Beschicker das 50-jährige Bestehen des Borghorster Wochenmarktes. Daniel Knüpp hofft darauf, dass die Einrichtung noch sehr viel älter wird. Foto: ar

Mit den Erwartungen an den Borghorster Mittwochs-Wochenmarkt war es zuletzt nicht so weit her. Zwei Geflügelwagen, ein Bio-Gemüsestand, das war es. Dementsprechend mau war es an der Kundenfront. Ab 7. März soll alles anders werden. Ein vollumfassendes Wochenmarktangebot mit allem Zick und Zack, inklusive Imbissstand und Kaffeebude, neue, kundenfreundlichere Öffnungszeiten, an denen sich auch die Einzelhändler drum herum orientieren sowie vollste Rückendeckung aus dem Rathaus. „Diesmal muss es klappen“, hofft Daniel Knüpp, dass seine Initiative Erfolg zeigt und auf dem Roten Platz wieder Leben einkehrt. „So wie früher“, sagt der Fleischermeister.

Dafür hat der 41-Jährige insgesamt zwölf Kollegen mobilisiert, die ab Anfang März von A wie Aal bis Z wie Zitronen alles anbieten, was der Kunde von einem gut sortierten Wochenmarkt erwartet. Fisch, Gemüse, Fleisch, Geflügel, Käse, Backwaren, Blumen. Dazu einige Angebote, um die Aufenthaltsqualität zu verbessern: Imbisswagen und Kaffeestand. „Wir bieten Frische und gute Qualität“, verspricht Daniel Knüpp. „Wir haben nicht nur einen Käsehändler angesprochen, weil wir unbedingt Käse wollten. Seine Ware musste 100prozentig sein. Das war das Wichtigste.“

Bei den Öffnungszeiten haben die Händler das bisherige System komplett auf den Kopf gestellt. Daniel Knüpp: „Wir stellen um auf einen Nachmittagsmarkt.“ Konkret: Die Stände öffnen um 14 und schließen erst um 19 Uhr. Damit möchten die Beschicker auch die Kunden in die Stadt holen, die bislang für den Einkauf auf den spät schließenden Supermarkt angewiesen waren.

Um die Sache richtig rund zu bekommen, will Daniel Knüpp möglichst viele Einzelhändler mit ins Boot holen. „Es wäre toll, wenn wir im besten Fall alle Innenstadt-Kaufleute animieren könnten, ebenfalls bis 19 Uhr zu öffnen.“ Einige Zusagen hat Knüpp bereits. „Aber ich muss noch einige Klinken putzen.“

Das Putzen der Klinken im Rathaus war für ihn ein voller Erfolg. „Die Bürgermeisterin hat uns ihre vollste Unterstützung zugesagt“, freut sich der Initiator dieses Wiederbelebungsversuchs.

Was den Fleischermeister dazu bewogen hat, das Heft des Handelns in die Hand zu nehmen? „Ich war bislang zwar selbst nicht auf dem Markt vertreten. Als Borghorster ist da aber trotzdem Herzblut mit im Spiel“, betont der 41-Jährige. Er kann sich noch gut daran erinnern, wie sich vor zehn, 15 Jahren die Borghorster durch die Gänge zwischen den Ständen durchgeschoben haben. „Ob die Krise jetzt durch das BWS-Zentrum ausgelöst wurde oder nicht. Das spielt jetzt nicht die große Rolle. Wir müssen nach vorne schauen und mit einem Angebot punkten, das die Kunden wünschen“, will sich Daniel Knüpp von den stationären Konkurrenten drumherum nicht bange machen lassen. Und für ihn ist klar: „Wir wollen kein Event-Markt werden, wie es die schon in Münster gibt. Wir bleiben ein Versorgungsmarkt.“ 

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