Herausforderungen in 2018
Stadtwerke werden digitaler

Steinfurt -

Für die Stadtwerke wird 2018 ein herausforderndes Jahr. Der Energieversorger möchte Grundversorger nicht nur beim Gas, sondern auch beim Strom für Steinfurt werden. Zum anderen laufen intensive Vorbereitungen zur Übernahme des Stromnetzes von der Westnetz zum 1. Januar 2019.

Freitag, 26.01.2018, 20:00 Uhr
Preisübergabe: Aus den Händen von Maria Deitermann nahm Stadtwerke-Kunde Michael Teepe (2.v.l.) den Hauptpreis der Portal-Verlosung, ein i-Pad, entgegen. Mit ihm freuten sich Vertriebsleiter Tobias Specking (l.) und der Leiter Abrechnung, Stephan Kretzschmar. Foto: Ralph Schippers

Michael Teepe ist ein zufriedener Kunde der Stadtwerke Steinfurt. „Mir ist der Service vor Ort wichtig, nicht die Einsparung des letzten Cents bei der Stromrechnung“, sagt der Burgsteinfurter. Eine Aussage, die Vertriebsleiter Tobias Specking und Stephan Kretzschmar, Leiter Abrechnung beim lokalen Energieversorger, gerne hören. Die Wertschätzung der Kundentreue war am Freitag aber nicht der Hauptgrund für die Zusammenkunft im Gebäude der Stadtwerke an der Wiemelfeldstraße. Die beiden Stadtwerke-Mitarbeiter überreichten Teepe zusammen mit ihrer Kollegin vom Marketing, Maria Deitermann, ein i-Pad. Das Tablet ist der Hauptpreis der Verlosung, die die Stadtwerke für diejenigen ihrer Kunden ausgelobt hatten, die ihre Zählerstände für die Jahresendabrechnung online übermitteln. Teepe wurde als Gewinner gezogen – und freute sich sichtlich über das nachgezogene Weihnachtsgeschenk.

Seit drei Jahren bieten die Stadtwerke ihr Ableseportal im Web an. Es bietet für beide Seiten Vorteile. „Da die Daten direkt ins System eingepflegt werden, vereinfachen sich für uns die Prozessabläufe“, betont Stephan Kretzschmar. „Für mich als Kunde ist das einfach eine sehr bequeme Möglichkeit, meine Zählerstände zu übermitteln“, stellt Michael Teepe seine Sicht der Dinge dar.

Rund jeder zehnte Stadtwerke-Kunde nutzt mittlerweile den Online-Übertragungskanal. Das soll nur der Anfang sein. „Wir wollen den Service ausbauen und es beispielsweise ermöglichen, dass der Kunde Änderungen seiner persönlichen Daten oder seines Abschlags selbst eingeben kann“, erläutert Kretzschmar die Marschrichtung. Auch die Stadtwerke wissen: Die digitalen Kommunikationswege werden immer wichtiger.

Indes: Noch spielt der klassische Weg per schriftlich ausgefüllter und auf dem Postweg übermittelter Karte die Hauptrolle bei der Endabrechnung. „97 Prozent unserer Kunden haben auf diesem beziehungsweise auf dem digitalen Weg die Zählerstände weitergegeben“, sagt Stephan Kretzschmar. Die weitaus meisten von ihnen haben abrechnungsmäßig eine Punktlandung hingelegt. Die vereinbarten Abschläge decken die Kosten.

Und der Gesamtverbrauch? Auf zwei Prozent schätzt Tobias Specking das Minus beim Gasverbrauch – zurückzuführen auf einen relativ milden Winter. Beim Strom und beim Wasser habe es kaum Veränderungen gegeben.

Die Stadtwerke-Preise bleiben auch 2018 stabil, „trotz erhöhter Netzentgelte und Abgaben zum Beispiel bei der EEG-Umlage“, betont Specking. Beim Einkauf hatten die Stadtwerke offenbar ein geschicktes Händchen, so dass diese Mehrkosten ausgeglichen werden konnten.

Stichwort 2018: Zwei große Herausforderungen kommen auf den Energieversorger in diesem Jahr zu. Zum einen, so kündigt Vertriebsleiter Specking an, wolle man Grundversorger nicht nur beim Gas, sondern auch beim Strom für Steinfurt werden, zum anderen liefen die Vorbereitungen zur Übernahme des Stromnetzes von der Westnetz zum 1. Januar 2019. „Als lokaler Ansprechpartner alles aus einer Hand anbieten, das ist unser großes Ziel“, betont Maria Deitermann.

Diese lokale Kompetenz am Ort ist es, die den Energieversorger trotz der zunehmenden Internet-Konkurrenz zuversichtlich in die Zukunft blicken lässt. „Die Bewerber mögen kurzfristig günstiger sein, langfristig bieten wir das bessere Preis-Leistungsverhältnis“, ist sich Tobias Specking sicher. Argumente, die auch Kunde Michael Teepe überzeugen und ihn die Treue zum lokalen Energieversorger halten lassen.

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