Frühjahrskonzert des Shanty-Chors der SSG Stormvogel „Anker auf!“

Steinfurt -

„Seemann, deine Heimat ist das Meer.“ Welcher Freund maritimer Lieder kennt dieses Lied nicht? Besonders in der Fassung des legendäre Sängers Freddy Quinn ist das Stück ein Evergreen geworden. Am Samstag hat es der Shanty-Chor der Segelsportgemeinschaft (SSG) Stormvogel Steinfurt neben vielen weiteren Liedern auf die Bühne der Aula des Gymnasiums Arnoldinum in Burgsteinfurt gebracht.

Der Shanty-Chor „Stormvogel“ hat auf der Bühne des Gymnasiums Arnoldinum am Samstag ein abwechslungsreiches Frühjahrskonzert mit zahlreichen Highlights geboten.  
Der Shanty-Chor „Stormvogel“ hat auf der Bühne des Gymnasiums Arnoldinum am Samstag ein abwechslungsreiches Frühjahrskonzert mit zahlreichen Highlights geboten.   Foto: Rainer Nix

„Seemann, deine Heimat ist das Meer.“ Welcher Freund maritimer Lieder kennt dieses Lied nicht? Besonders in der Fassung des legendären Sängers Freddy Quinn ist das Stück ein Evergreen geworden. Am Samstag hat es der Shanty-Chor der Segelsportgemeinschaft (SSG) Stormvogel Steinfurt neben vielen weiteren Liedern auf die Bühne der Aula des Gymnasiums Arnoldinum in Burgsteinfurt gebracht.

Das traditionelle Frühjahrskonzert der stimmgewaltigen Seebären unter der Leitung ihres jungen, dynamischen Dirigenten Sven Leimann war gut besucht. Die Auswahl der vorgetragenen Werke hat sich durch einen guten Mix ausgezeichnet. Solo-Interpreten und Chor haben perfekt miteinander harmoniert. „Anchors aweigh“ („Anker auf“) lautete der Eingangstitel, zugleich das Motto des gesamten Konzertes.

„Unser Chor ist momentan sehr gefragt“, freute sich Gert Buscher, der den Spätnachmittag gemeinsam mit Kira Jörg moderiert hat. Für einen Shanty-Chor sind ungewöhnlich viele Instrumentalisten mit an Bord. Viermal ist das Akkordeon vertreten, zudem eine Gitarre, Mundharmonika und Schlagzeug. Soll bloß keiner mehr behaupten, eine Frau auf See brächte Unglück. Mit Petra Ewering gesellte sich zum ersten Mal eine Akkordeonspielerin zum Ensemble, die von ihren Kollegen sehr geschätzt wird.

Eine Perle unter den Stücken: das irische „The Leaving of Liverpool“, das viele große Interpreten im Programm haben und in der Fassung der legendären „Dubliners“ unvergessen ist. Die „Stormvogel“-Sänger brachten eine respektable Version auf die Bretter der Aulabühne, die an diesem Abend wie an das Deck eines Bootes mit Schiffsplanken und Reling erinnerten.

Liverpool war einst der wichtigste Hafen für irische Auswanderer. „Wenn ich zurückkehre, werden wir wieder vereint sein“, heißt es in dem Text. „Es ist nicht das Verlassen des Hafens, das mir Kummer bereitet, aber Liebling, wenn ich dabei an dich denke“.

„Californio“ ist die Aufforderung, nach Kalifornien aufzubrechen und ein neues Leben zu beginnen, denn dort pflastern die Menschen die Straßen mit Gold.

„Shenandoah“ besingt einen Nebenfluss des Mississippi. Das Lied „Rolling Home“ gehörte ebenfalls in die Kategorie Evergreen und ist einer der häufigsten gesungenen Klassiker, den jeder Shanty-Chor in seinem Repertoire haben muss.

Die Sangesbrüder wagten sich auch an den McCartney-Song „Mull of Kintyre“, den der Ex-Beatle mutig im Jahr 1977 veröffentlicht hat. In einer Zeit, als gerade der „Punk“ Teile der Jugend erreichte, schrieb Paul McCartney den Song, in dem er eine reizvolle Landschaft in Schottland besang. „Stormvogel“ meisterte auch diese Herausforderung und erntete nach weiteren Stücken reichlich verdienten Schlussapplaus von seinem Publikum im Arnoldinum. Schiff Ahoi!

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