Vollversammlung Stadtjugendring pro G9

Steinfurt -

Der Vorstand des Stadtjugendrings Steinfurt ist überzeugt, dass sich die Initiative des Volksbegehrens „G9 jetzt in NRW“ für eine gute Sache einsetzt. Die erste Vollversammlung des Stadtjugendrings in 2017 am Donnerstag im Evangelischen Gemeindezentrum Burgsteinfurt beschied den Antrag positiv, das Volksbegehren zu unterstützen. Der Vorsitzende Michael Horstmann freute sich über die rege Teilnahme an der Versammlung.

Von Rainer Nix
Der alte und neue Vorstand des Stadtjugendrings:  Jugendpflegerin Ute Kriens (beratend tätig), Nicole Fribus, Michael Horstmann (Vorsitzender), Lena Huesmann (Beisitzerin), Paul Langenfeld und Antonietta Kern (Beisitzerin/Schriftführerin, v.l.).
Der alte und neue Vorstand des Stadtjugendrings:  Jugendpflegerin Ute Kriens (beratend tätig), Nicole Fribus, Michael Horstmann (Vorsitzender), Lena Huesmann (Beisitzerin), Paul Langenfeld und Antonietta Kern (Beisitzerin/Schriftführerin, v.l.). Foto: nix

Initiativen-Sprecherin Manuela Lindkamp, Gymnasiallehrerin in Herford, erläuterte das Ziel: „An den Gymnasien in NRW soll das Abitur wieder nach einer Regelschulzeit von 13 Jahren abgelegt werden“, sagte sie. Mittags sollte der Pflichtunterricht beendet sein, nachmittags soll es ein umfangreiches Angebot geben, das auf freiwilliger Basis in Anspruch genommen werden kann.

Zurzeit absolvieren die Schüler ihre Abiturprüfungen anstelle von neun nach nur acht Jahren auf dem Gymnasium, müssen dafür aber auch nachmittags die Schulbank drücken. Unter anderem leiden Vereinsaktivitäten und soziales Engagement unter der fehlenden Zeit. „Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht“, lautet ein griffiger Slogan dazu. Mit dem Abitur nach insgesamt 13 Schuljahren soll mehr Zeit für gute Bildung zur Verfügung stehen.

Bei den Vorstandswahlen wurde Lars Richter in Abwesenheit zum zweiten Vorsitzenden wiedergewählt. Bereits im Vorfeld gab er jedoch bekannt, sich im Falle einer Wiederwahl aus Zeitgründen nur in begrenztem Umfang einbringen zu können.

Die Versammlung bestätigte Stefanie Fribus als Beisitzerin, neu hinzu kommen Nicole Fribus und Paul Langenfeld. Neuer Kassenprüfer ist Timo Kemper, Claudia Berkouwer bleibt noch ein weiteres Jahr in diesem Amt. Wie bereits zur Landtags- soll es auch zur Bundestagswahl für junge Menschen eine Diskussionsrunde mit Kandidaten geben. Der Vorstand trifft die entsprechenden Vorbereitungen.

Zum Thema „Jugendgerechte Kommune“ referierte Sonja Mester, Fachberaterin für Kinder und Jugendarbeit beim Kreis, Details. Mitgestaltung, Mitbestimmung, Mitentscheidung sind entscheidende Kriterien. 16 ausgewählte Kommunen begleiten noch bis Mitte 2018 den Weg zur mehr Beteiligung junger Menschen an der Zukunftsgestaltung. Der Kreis Steinfurt wurde als Vertreter für Nordrhein-Westfalen ausgewählt. Zu den nächsten Schritten gehört, das Thema „Jugendgerechte Kommunen“ in sämtlichen Ausschüssen zu behandeln, in deren Zuständigkeitsbereich Belange von Kindern und Jugendlichen berührt werden. „Spielplatzgestaltung“ ist nur eines von vielen Themen.

Gleich zum Sitzungsanfang ergriff Stadtratsmitglied Klaus Meiers (SPD) das Wort. Er widersprach energisch kursierenden Gerüchten, die Bildung eines Jugendparlamentes nicht zu unterstützen. In welcher Form ein Jugendparlament sinnvoll installiert werden könne, bedürfe allerdings noch näherer Klärung, so Meiers.

http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4795961?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686838%2F