Unfallflucht vor Gericht Rückwärts in geparktes Auto

Steinfurt/Metelen -

Eigentlich wollte der 60-Jährige im Sandkämpchen in Borghorst nur die Gullys säubern. Doch der Metelener fuhr zum ersten Mal mit einem für ihn ungewohnten Kleinlaster. Mit dem Fahrzeug baute er in der Sackgasse einen Unfall, den er nicht bemerkte. Dafür stand er jetzt vor der Amtsrichterin. Die stellte das Verfahren ein und beließ es bei einer Geldauflage.

Von Matthias Lehmkuhl

Beim Rangieren war der 60-Jährige rückwärts in ein geparktes Auto gefahren. „Normalerweise bekommt man für dieses Fahrzeug eine Einweisung. Aber aber nicht“, entschuldigte sich der Angeklagte. Der Metelener gab an, vom Zusammenstoß nichts bemerkt zu haben. Bei einem entstandenen Sachschaden in Höhe von mehr als 4600 Euro sehr fragwürdig. Der Eigentümer hatte seinen Pkw mittlerweile verkauft, weil der Schaden höher als der Wert des Fahrzeuges war. „Die Versicherung hat den Schaden beglichen“, sagte der 30-jährige Halter aus Borghorst. Sein als Zeuge geladener Nachbar hatte den Zusammenstoß nicht gesehen, sondern nur den Krach gehört und bemerkt, dass das Fahrzeug um etwa 80 Zentimeter verschoben war. „Ich habe zwei Männer gesehen. Wer von denen gefahren ist, kann ich aber nicht sagen“, so der 79-jährige Rentner.

Der zweite Mann am Ort des Geschehens war der Ex-Kollege des Angeklagten, der aber wohl erst nach dem Zusammenstoß in der Sackgasse eintraf. „Ich habe nur gesehen, dass das Auto etwas schief parkte und ein Riss im Rückscheinwerfer war“, meinte der 38-Jährige aus Münster. Aufgrund dieser Aussagen wollte der Verteidiger zunächst einen Sachverständigen vom Gericht einschalten lassen. Die Richterin hingegen schlug eine Einstellung des Verfahrens mit einer Geldauflage in Höhe von 600 Euro vor. Der Staatsanwalt plädierte jedoch auf 900 Euro. Damit erklärten sich Verteidiger und sein Klient einverstanden.

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