Jugendliche organisieren Gottesdienst zum Thema Tod „Findest Du Sterben schlimm?“

Steinfurt -

„Wir möchten damit Mut machen und auch Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod.“ Sabrina Faber und ihre Mitstreiter gestalten am morgigen Sonntag (19. März) um 19 Uhr einen Gottesdienst für Jugendliche in der Kirche St. Johannes Nepomuk in Burgsteinfurt.

Von Linda Braunschweig
Mitorganisatoren: Michael Fehlker und Sabrina Faber haben den Gottesdienst mit weiteren Jugendlichen vorbereitet.
Mitorganisatoren: Michael Fehlker und Sabrina Faber haben den Gottesdienst mit weiteren Jugendlichen vorbereitet. Foto: lb

Es ist nicht nur der erste größere Jugendgottesdienst in der Pfarrei St. Nikomedes, die mehr als ein Dutzend Jugendlichen im Vorbereitungsteam haben dafür auch ein Thema ausgewählt, mit dem sich ihre Altersklasse eher selten befasst: der Tod. „Das wird nicht besprochen“, hat Sabrina Faber festgestellt. Trotzdem machten sich Jugendliche ihre Gedanken darüber, spätestens dann, wenn es einen Todesfall in ihrer Verwandtschaft gebe. „Wir hatten noch andere Themen zur Auswahl, haben uns aber sehr schnell auf dieses geeinigt“, berichtet Faber.

Im vergangenen Jahr haben sich die 16- bis 28-Jährigen, die alle auf die ein oder andere Art der Kirche verbunden sind, nach einem Aufruf von Pfarrer Markus Dördelmann zum ersten Mal in der jetzigen Konstellation getroffen. Ihr Ziel: Etwas für Jugendliche in der Pfarrei zu machen. „Da gibt es ja praktisch nichts“, findet Faber. Nach der Firmung blieben die meisten Jugendlichen weg. Ihre Altersgenossen nun mit einem Gottesdienst ein neues Angebot machen zu wollen, stand für die Gruppe ziemlich schnell fest. Dabei sollen aber neue Elemente einfließen, „nicht alles so starr“, sagt Faber. So werde es moderne Texte und ein Interview zum Thema geben. Live-Musik von einer Band und Lichteffekte, die in St. Johannes Nepomuk möglich sind, sollen ebenfalls zum Gottesdienst gehören.

Die Jugendlichen haben sich in der Vorbereitung unter anderem gefragt: „Was glaubst du? Findest du Sterben schlimm? Werden wir unsere Verstorbenen wiedersehen? Können sie uns sehen/hören? Wie stellst du dir den Himmel vor?“ Diese fragen wollen die Initiatoren morgen auch an die Gottesdienst-Besucher richten. „Darüber wollen wir miteinander ins Gespräch und ins Gebet kommen“, heißt es in der Ankündigung.

Die Gottesdienstform für Jugendliche würden Sabrina Faber und die übrigen im Team gerne in Steinfurt etablieren. „Ich bin schon häufiger zu internationalen Jugendgottesdiensten gefahren. Das hat mir immer viel Kraft und neue Impulse gegeben“, erklärt die Borghorsterin. „Es wäre schön, dafür nicht woanders hinfahren zu müssen, sondern es hier in Steinfurt erleben zu können.“ Zu dem Gottesdienst am Sonntag sind alle interessierten Jugendlichen eingeladen.

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