Stadt Steinfurt hat sich für Fördertopf von Bund und Land beworben Hoffen auf Geld für schnelles Internet

Steinfurt -

Auch die Stadt Steinfurt macht sich Hoffnung auf Fördermittel des Bundes für den Breitbandausbau. Wie berichtet, erhielten elf Kommungen im Kreis Steinfurt, darunter auch Nordwalde, gerade ihre Zusage für das Programm „Förderung zur Unterstützung des Breitbandausbaus“ des Bundesministeriums für Verkehr und Infrastruktur. Für Steinfurt steht eine Antwort noch aus.

Von Linda Braunschweig
Surfen mit Hochgeschwindigkeit im Netz ist in den Außenbereichen Steinfurts bislang praktisch nicht möglich.
Surfen mit Hochgeschwindigkeit im Netz ist in den Außenbereichen Steinfurts bislang praktisch nicht möglich. Foto: dpa

Die Stadt Steinfurt habe im Herbst 2016 mit Unterstützung der Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft des Kreises (WeST) ebenfalls einen Förderantrag gestellt, berichtet Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer. Bislang steht eine Antwort aus Berlin jedoch noch aus. Die Verwaltungschefin ist aber „guten Mutes, dass das klappt“. Schließlich erfüllt Steinfurt mindestens zwei wichtige Kriterien: Der Ausbau soll vor allem im Außenbereich vorangetrieben werden und stärkt damit den ländlichen Bereich. Und Steinfurt befindet sich in der Haushaltssicherung.

Das Stadtgebiet von Borghorst und Burgsteinfurt ist in den vergangenen zwei Jahren von der Telekom mit einem Glasfasernetz ausgestattet worden. Im Außenbereich gibt es das schnelle Internet jedoch noch nicht. Deshalb hat sich gerade die Bauerschaft Hollich auf den Weg gemacht, um in Eigenregie an ein schnelleres Netz zu kommen (wir berichteten). Dort hatte sich rasch die nötige Zahl an Haushalten gefunden, um das Projekt zu starten. Genau das sei aber oft ein Hemmnis, sagt Bögel-Hoyer.

Sie hoffe, dass die Zusage für die Fördermittel jetzt möglichst schnell kommt. Wenn Steinfurt Glück hat, bekommt es den Ausbau dann sogar zum Nulltarif: Land und Bund tragen mindestens 90 Prozent der Kosten. Für Kommunen in der Haushaltssicherung trägt das Land auch den Eigenanteil von zehn Prozent.

Dass künftig aber alle Steinfurter bis in die hinterste Ecke des Stadtgebiets mit bis zu 100 Mbit/s versorgt werden, ist auch mit der Förderung nicht klar. „Ob alle angebunden werden können, liegt natürlich an der Summe, die wir bekommen“, sagt Bögel-Hoyer. Ein Konzept, wo und wie das Geld eingesetzt wird, soll erarbeitet werden, sobald ein positives Schreiben aus Berlin im Rathaus angekommen ist.

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