Neues Konzept für religiöse Erziehung Glaube im Kindergartenalltag

Burgsteinfurt -

Die religiöse Erziehung an die heutige Gesellschaft angepasst und dafür ein neues Konzept auf die Beine gestellt haben in den vergangenen zwei Jahren die Kindergärten St. Johannes und Morgenstern sowie das Familienzentrum St. Willibrord.

Von Linda Braunschweig
Ein Familiengottesdienst aller drei Kitas bildete den vorläufigen Schlusspunkt des neuen Projekts.
Ein Familiengottesdienst aller drei Kitas bildete den vorläufigen Schlusspunkt des neuen Projekts. Foto: Schwarthoff

Die drei Einrichtungen nahmen das Projekt „Kita – Lebensort des Glaubens“ des Bischöflichen Generalvikariats und des Caritasverbands zum Anlass, die eigene Arbeit auf den Prüfstand zu stellen. Die Menschen hätten heute weniger Kontakt zum Glauben, diesen zu vermitteln sei nicht mehr so einfach, sagt Ulrike Höing, Leiterin des Morgenstern-Kindergartens. Dennoch sei es der Wunsch, den Glauben in die Arbeit der Kindergärten einzubeziehen und die Zusammenarbeit mit der Pfarrei zu verstärken, weil die Menschen nicht mehr so häufig in die Kirche gingen.

Die Teams der Einrichtungen machten sich gemeinsam mit Pastoralreferentin Claudia Brebaum und Annika Koke vom Fachdienst Gemeindecaritas auf den Weg und entwickelten ein gemeinsames Projekt für den Kindergarten-Alltag. Bei Workshops und Fortbildungen entstand ein neues pastorales Profil für die Einrichtungen. Dabei richteten die Teilnehmer den Blick auch auf die Interreligiösität in den Kindergärten. „Es gibt viele unterschiedliche Konfessionen bei uns“, sagt Höing. Die Mitarbeiterinnen setzten sich auch mit dem eigenen Glauben auseinander und fragten sich, wie kulturelle Werte unabhängig von der Konfession vermittelt werden können.

Entstanden sind vier Materialkoffer, die jeweils ein Gleichnis aufgreifen, erläutert Höing. Sie bilden unterschiedliche Module mit den Titeln „Meine Stärken“, „Einander Gutes tun“, „Meine Sinne“ und „Teamgeist“. Im Herbst 2016 schickten die Kindergärten die Koffer auf die Reise durch alle drei Einrichtungen. In Kleingruppen setzen sich die Kinder dabei spielerisch mit den religiösen Inhalten auseinander.

Den vorläufigen Schlusspunkt unter das neue Projekt bildete jetzt ein Familiengottesdienst aller drei Kindergärten in der Kirche St. Johannes Nepomuk mit Pfarrer Markus Dördelmann. Dabei wurden auch die Themen der vier Koffer wieder aufgegeben, berichten die Organisatoren. Beim anschließenden Kirchkaffee im Nepomuk-Forum präsentierten die Kindergärten ihr Projekt. Dabei wurden auch selbst gebackene Plätzchen und Bastelmöglichkeiten angeboten. Unterstützung erhielten die Einrichtungen von der katholischen Bücherei. Das neue Konzept in den Kindergärten wird beibehalten. Und auch die Koffer bleiben im Umlauf, sagt Höing.

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