Pfadfinderschaft St. Georg Burgsteinfurt Diese Gemeinschaft kommt an

Burgsteinfurt -

Schon zum 42. Mal findet am Wochenende die Reisigaktion der Burgsteinfurter Pfadfinder statt. Gegen eine Spende holen die Pfadis Grünschnitt ab, der gerade jetzt im Herbst in fast allen Haushalten anfällt. Eine von vielen Veranstaltungen der Gemeinschaft, die sich über einen regen Zulauf freut.

Von Ralph Schippers
Haben ihren festen Platz im Jahreskalender der Pfadfinder: Die Reisigaktion (oben) und das Sommerlager, das die Teilnehmer zuletzt ins Salzburger Land führte (kl. Bild).
Haben ihren festen Platz im Jahreskalender der Pfadfinder: Die Reisigaktion (oben) und das Sommerlager, das die Teilnehmer zuletzt ins Salzburger Land führte (kl. Bild).

Introvertierte Naturverliebte, die in Gummistiefeln und mit Kompass und Karte ausstaffiert durch die Wälder streifen und im Winter bei Eiseskälte in Zelten übernachten? Lina Engbring lacht. Ja, räumt die Vorsitzende ein, dieses weit verbreitete Image der Pfadfinder treffe auch auf den Burgsteinfurter Stamm zu. Zumindest zum Teil, denn der Begriff introvertiert passe eher nicht ins Bild. Ist doch die Vermittlung von Gemeinschaft und sozialer Kompetenz eines der wichtigsten Ziele, die sich der Verband auf seine Fahnen geschrieben hat. Ein Punkt, der auch eine große Rolle spielt bei der Reisigaktion , die am heutigen Samstag (22. Oktober) schon zum 42. Mal stattfindet. Gegen eine Spende holen die Pfadis Grünschnitt ab, der gerade jetzt im Herbst in fast allen Haushalten anfällt. Ein Win-win-Situation für beide Seiten: Für die Gartenbesitzer fällt die Mühe des eigenen Entsorgens weg und die DPSGler bessern ihre Gemeinschaftskasse auf. „Die Reisigaktion ist einer unserer wichtigsten Einnahmequellen“, sagt Lina Engbring. Aber, und das hält die 25-Jährige für mindestens genauso wichtig, der Zusammenhalt innerhalb der Gemeinschaft werde durch das gemeinsame Tun auch gestärkt.

In der Bevölkerung von Burgsteinfurt kommt die Aktion gut an. Rund 80 Aufträge hatte der Vorstand am Freitag bereits vorliegen. „Damit ist das Helferteam gut ausgelastet“, berichtet Engbring. Probleme, genügend Freiwillige innerhalb der Pfadfinderschaft für die Reisigaktion zu finden, haben die Organisatoren nicht. Vielleicht liegt‘s auch daran, dass die Pfadis schon traditionell von den Burgsteinfurter Unternehmen unterstützt werden. Engbring: „Viele Betriebe stellen uns Bullis oder Anhänger zur Verfügung, dafür sind wir sehr dankbar.“ Zudem gibt‘s für die Helfer neben einem ausgiebigen Frühstück und einem leckeren Mittagessen auch einen Dankeschönabend im Anschluss.

Keine Frage: Der Burgsteinfurter Stamm der DPSG ist ein sehr reger. Feste Plätze im Jahreskalender haben das Sommerlager, der Georgstag und die Themenwoche. Alle drei Veranstaltungen werden auch im kommenden Jahr wieder stattfinden, kündigt die Vorsitzende an. „Wir setzen uns mit den Leitern im November zusammen, um das Programm zu besprechen.“

Dass die Verantwortlichen mit ihren Angeboten offenbar so ganz falsch nicht liegen können, zeigt der große Zulauf, den die Pfadis gerade auch in jüngster Zeit zu verzeichnen hatten. Es existieren je zwei Gruppen bei den Jüngsten, den Wölflingen, wie auch bei den Jungpfadfindern und älteren Pfadfindern. „Über mangelnden Nachwuchs können wir uns nicht beklagen“, sagt Lina Engbring. Das Problem liege eher bei den Leitern. Dort könne man Verstärkung gut gebrauchen.

Die Vorsitzende selbst übrigens ist ein pfadfinderischer Spätstarter. Erst mit vergleichsweise reifen 16 Jahren stieß sie zum Burgsteinfurter Stamm, hatte vorher mit dem Gedankengut von Gründer Robert Baden-Powell nichts am Hut. Heute ist sie überzeugte Anhängerin der weltweit größten unabhängigen Jugendbewegung. Und übernachtet auch schon mal bei Minustemperaturen im Zelt.

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Aufträge für die Reisigaktion nehmen die Pfadfinder noch kurzfristig unter Mobil-Telefon 01 60/90 46 34 67 entgegen.

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