Steinfurt Die bunte Vielfalt der Hühner und Tauben

Steinfurt -

Die bunte Vielfalt der Hühner und Tauben konnten die Besucher der Schau des

Von Rainer Nix
Im Beisein des Vorsitzenden Christian Kock (2.v.l.) und der Bundestagsabgeordneten Ingrid Arndt-Brauer (4.v.l.) präsentierten sich die erfolgreichen Geflügelzüchter mit ihren Preisen.
Im Beisein des Vorsitzenden Christian Kock (2.v.l.) und der Bundestagsabgeordneten Ingrid Arndt-Brauer (4.v.l.) präsentierten sich die erfolgreichen Geflügelzüchter mit ihren Preisen. Foto: Nix

Waren das Zeiten, als viele Menschen noch nützliche Haustiere wie Hühner hielten. Frühstückseier und Festtagsbraten kamen sozusagen aus „eigener Produktion“. Heute ist alles anders, doch der Rassegeflügelzuchtverein (RGZV) Steinfurt gibt acht, das Rassehühner und -tauben nicht in Vergessenheit geraten. Am Wochenende präsentierten die Züchter eine vielseitige Schau im Martin-Luther-Haus.Als Gäste waren die Zuchtfreunde aus Ostrau mit hochkarätigem Geflügel erschienen. Die Gimpeltaubenzüchter der Gruppe West präsentierten hübsche Exemplare dieser Taubenrasse, die optisch durch den metallischen Glanz ihres Gefieders hervorsticht.

Christian Kock , Erster Vorsitzender des gastgebenden Vereins, hieß Gäste und Publikum willkommen. „Die Zucht des Hausgeflügels stellt zweifelsfrei einen hohen Freizeitwert dar“, betonte er. Kock begrüßte die Bundestagsabgeordnete Ingrid Arndt-Brauer, den stellvertretenden Bürgermeister Hans Günter Hahn , den Kreisverbandsvorsitzenden Günter Hessel, die Kreisjugendleiterin Sonja Webers, den Ausstellungsleiter Jürgen Webers und die Zuchtfreunde, die von weithergekommen waren.

Für ihre Zuchterfolge, die sich in entsprechender Bewertung niederschlugen, ehrte der Vorsitzende zahlreiche Ausstellungsteilnehmer. Hans Günter Hahn, selbst gut mit der Geflügelzucht vertraut und heute auf Papageien und Großsittiche spezialisiert, bekam die Goldene Ehrennadel des Landesverbands verliehen. Hahn eröffnete die Ausstellung offiziell.

Die Vielfalt der gezeigten Tiere war groß. Wer mit den Ausstellern ins Gespräch kam, erfuhr interessante Details. „Sämtliche Hühnerrassen stammen vom Bankivahuhn ab, alle Haustaubenrassen gehen auf ihren Urahnen die Felsentaube zurück“, erläuterte Pressewart Horst Bastian in einem Gespräch. Die so genannten „Wyandotten“, unter Experten als freundliche Hühner mit guter Legeleistung bekannt, sind nach einem nordamerikanischen Indianerstamm benannt. Der Name geht zurück auf die „Huronen“, die den „Irokesen-Haarschnitt“ trugen. Die Hühner haben einen besonderen Kamm, der an eben diesen Schnitt erinnert. Die storchenähnlichen „Modernen Englischen Zwergkämpfer“ und auch die kompakten „Indischen Kämpfer“ sind Rassen, die einst für den Hahnenkampf gezüchtet wurden. „Der ist in Deutschland verboten und wird auch nicht mehr praktiziert“, betonte Bastian. Imposant wirkte die Haushuhnrasse „Australorps“, wie der Name schon vermuten lässt in Australien gezüchtet. Das so genannte „Zwiehuhn“ sorgt für einen guten Eierertrag, gibt aber auch einen ordentlichen Braten ab.

http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4372706?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686838%2F