Umgestaltung des ehemaigen RWE-Geländes Bagger rollen Anfang April an

Burgsteinfurt -

Das frostige Winterwetter und letzte planerische Vorbereitungen schieben das Anrollen der Bagger noch nach hinten, fest steht aber: Nachdem die Politik vor Weihnachten grünes Licht gegeben hat, wird im Frühjahr mit dem Bau des neuen Aldi-Markts und der sechs Wohnhäuser auf dem ehemaligen RWE-Gelände am Burgsteinfurter Bahnhof begonnen. „Wir wollen spätestens Anfang April starten“, erklärte Michael Fieke, Geschäftsführer beim Investor Arning-Bau auf Anfrage.

Von Ralph Schippers, Ralph Schippers
Noch sieht das Areal zwischen Friedrich-Hofmann- und Rohdewaldstraße wie eine Mondlandschaft aus. Das wird sich bald ändern: Spätestens Anfang April rollen die Bagger an.
Noch sieht das Areal zwischen Friedrich-Hofmann- und Rohdewaldstraße wie eine Mondlandschaft aus. Das wird sich bald ändern: Spätestens Anfang April rollen die Bagger an. Foto: rs

Nach den vorbereitenden Geländearbeiten werde zunächst der Neubau des Aldi-Markts hochgezogen. Wo er stehen wird, ist bereits jetzt zu erkennen: Die Pflöcke sind in den Boden gerammt. Parallel soll die seit vielen Jahren leerstehende und baufällige Rotmann-Villa im nordwestlichen Teil des über 6000 Quadratmeter großen Areals zwischen Friedrich-Hofmann und Rohdewaldstraße abgerissen werden. Danach folgt die Errichtung der sechs geplanten Mehrfamilienhäuser nördlich des Discounter-Markts. Ob zugleich oder in Etappen steht nach Auskunft von Fieke derzeit noch nicht fest. Dies hänge unter anderem von der dann herrschenden Gesamtauftragslage des Unternehmens ab. Ende 2017 könnte das Projekt dann in Gänze umgesetzt sein – so jedenfalls lautet die Zielsetzung des Burgsteinfurter Bauunternehmens.

Nicht alltäglicher Bestandteil ist auch der Einbau einer so genannten Speicherrigole auf dem innenstadtnahen Areal. Der unterirdische Zwischenspeicher soll verhindern, dass bei Starkregenereignissen zu große Niederschlagsmengen in die städtische Kanalisation fließen. So soll verhindert werden, dass es zu Überschwemmungen in der tiefer gelegenen Innenstadt kommt. Der Einbau ist ein Zugeständnis des Investors an die Politik, insbesondere der FWS. Diese hatte im Bebauungsplanverfahren immer wieder auf das drohende Szenario aufmerksam gemacht und nachdrücklich Gegenmaßnahmen gefordert.

Nicht nur wegen dieser Nachbesserung erstreckte sich die Vorlaufzeit für das Projekt über viele Jahre. Änderungsbedarf gab es unter anderem auch in der Lage der Gebäude und beim begleitenden Grün. Erworben hatte die Firma Arning das zwei Morgen große Gelände bereits 2010. Vor zwei Jahren wurde dann der Lebensmitteldiscounter Aldi mit ins Boot geholt.

Die Anwohner sehen dem Baustart durchaus mit zwiespältigen Gefühlen entgegen. Auf der einen Seite sind sie froh, dass die aktuelle Mondlandschaft vor ihrer Haustür endlich verschwindet. Andererseits gibt es aber auch Befürchtungen hinsichtlich von Lärmemissionen – vor allem durch den Anlieferbetrieb des Lebensmittelmarkts. Und nicht wenige trauern noch immer dem Dornröschenwald hinterher, der als einer der wenigen innenstadtnahen Waldflächen Lebensraum für Kleintiere wie Eichhörnchen und Fledermaus sowie für viele Vogelarten vom Zaunkönig bis zum Rotkehlchen war.

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