Eine Sache von Sekunden Autoaufbrüche: Diebe sind gezielt durch die Straßen gezogen

BurgSteinfurt -

Vom Laptop bis zum Überbrückungskabel, vom Navigationsgerät bis zum Ölkanister – alles, was sich irgendwie zu Geld machen lässt, haben Autoknacker am vergangenen Wochenende und in der Woche zuvor bei einer ganzen Serie von Aufbrüchen vorwiegend in der Burgsteinfurter Innenstadt mitgehen lassen. „Die Täter sind offenbar durch die Straßen gezogen und haben ganz gezielt Ausschau nach Wertgegenständen in Autos gehalten“, erklärt Reiner Schöttler, Pressesprecher der Kreispolizeibehörde.

Eine Serie von Autoaufbrüchen in der Burgsteinfurter Innenstadt hält die Steinfurter Polizei derzeit in Atem.
Eine Serie von Autoaufbrüchen in der Burgsteinfurter Innenstadt hält die Steinfurter Polizei derzeit in Atem. Foto: colourbox

Die Einbruchmasche war stets die gleiche: Mit roher Gewalt wurde eine Seitenscheibe der betroffenen Autos eingeschlagen und die Gegenstände entwendet – eine Sache von Sekunden. Eine heiße Spur zu den Tätern hat die Polizei noch nicht. „Wir stecken mitten in den Ermittlungen“, so Schöttler. Weitgehend klar ist indes: Es besteht ein Zusammenhang zwischen den Taten.

Auch im sozialen Netzwerk Facebook ist die Aufbruchserie, die in dieser Intensität in Steinfurt bislang unbekannt war, Thema. „So schlimm war es noch nie, was kommt als Nächstes?“, „Kein Respekt vor fremden Eigentum“ und „Die brauchten schnell ein paar Euros“ – dies sind nur einige der Kommentare, die eine gewisse Hilflosigkeit widerspiegeln.

Reiner Schöttler hat ebenfalls kein Patentrezept, um die Diebe abzuwehren. Er kann nur den Rat wiederholen, den er auch zuvor schon per Pressemitteilung verbreitet hat: „Lassen Sie keinerlei Wertgegenstände im Wagen liegen – auch nicht im Kofferraum oder im Handschuhfach.“

Wenn es dann doch passiert ist, greift in der Regel die Versicherung und ersetzt den Schaden. Am Wagen selbst ist das die Teilkasko, erläutert Katharina Lindhof von der Provinzial-Geschäftsstelle Lindhof-Kolthoff. Für im Wagen abgelegte bewegliche Teile sei dagegen die Hausratversicherung zuständig – aber nur, wenn eine entsprechende Zusatzklausel „Diebstahl aus Kfz“ im Vertrag vereinbart worden sei. Bei Altverträgen sei das oft nicht der Fall. Besser sei es jedoch in jedem Fall, die Dinge mitzunehmen oder zumindest nicht direkt sichtbar unterzubringen.

► Wer Hinweise zu den Autoaufbrüchen geben kann, wird gebeten, sich bei der Polizeiwache Steinfurt unter Telefon 0 25 51/ 15 41 15 zu melden.

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