Berufspraktikantinnen der MKG zurück aus Ferrières Frankreich anders kennengelernt

Saerbeck -

„Es war aufregend – und als es vorbei war, war ich traurig.“ Das ist die Kurzzusammenfassung, die Amelie Elsler von ihrem Berufspraktikum in Saerbecks französischer Partnergemeinde Ferrieres gibt.

Von Alfred Riese
Vor historischer Kulisse: Die drei MKG-Zwölftklässlerinnen Mia Lindenblatt, Maya Stubbe und Amelie Elsler (von links) bei einem Ausflug während ihres Praktikums in Ferrières mit der Burg Guedelon im Hintergrund.
Vor historischer Kulisse: Die drei MKG-Zwölftklässlerinnen Mia Lindenblatt, Maya Stubbe und Amelie Elsler (von links) bei einem Ausflug während ihres Praktikums in Ferrières mit der Burg Guedelon im Hintergrund. Foto: privat

Drei Wochen lang war die Zwölftklässlerin der Maximilian-Kolbe-Gesamtschule (MKG) mit ihren Kolleginnen Mia Lindenblatt und Maya Stubbe in Frankreich, um Kultur und Sprache besser kennenzulernen.

Jetzt heben alle Drei die Daumen und empfehlen den Auslandsaufenthalt den nachrückenden Schülern. „Dieses Praktikum hilft, die französische Kultur richtig kennenzulernen, nicht wie im Urlaub, und es hilft, sich selbst weiterzuentwickeln“, meint Mia Lindenblatt. In der Gastfamilie und der anderen Kultur sei sie selbstbewusster und erwachsener geworden, beschreibt Maya Stubbe die Wirkung der drei Wochen.

Dahinter steckt offensichtlich viel eigene Motivation, unterstützt von der betreuenden Französischlehrerin Cornelia Kiefhaber. Denn der offizielle Französischunterricht an der MKG endet regelmäßig im zehnten Jahrgang. Die drei Praktikantinnen machten danach einfach in ihrer Freizeit in einem Vorbereitungskurs mit Cornelia Kiefhaber weiter bis zum Delf-Sprachdiplom auf dem Niveau B1. Eine Stufe höher noch, und sie dürften in Frankreich studieren. „Ich will die Sprache nicht verlernen, und wenn das nicht im Unterricht geht, dann eben so“, erklärt Mia Lindenblatt ihre Motivation. Und gibt zu, dass sie das erste Mal überhaupt in Frankreich war. Ihre Kollegin Amelie Elsler war schön öfter da, erzählt sie, und findet, das Frankreich ein tolles Land ist, dass sie noch einmal anders kennenlernen wollte.

Amelie Elsler lebte in der Familie der Chefsekretärin des Rathauses und arbeitete dort zusammen mit ihrer Gastgeberin – nur ans Telefon traute sie sich nicht. Maya Stubbe lebte bei der Familie von Guy Beauvais, dem Vorsitzenden des Partnerschaftskomitees, und war tagsüber in der Grundschule unterwegs. Die Kinder dort haben noch keinen Deutschunterricht, können nach dem Praktikum der Saerbeckerin allerdings „Grün, grün, grün sind alle meine Kleider“ im Chor singen. Quasi als Sprachassistentin im Deutschunterricht war Mia Lindenblatt an der weiterführenden Schule, dem College P.A. Renoir tätig. Sie kam bei Isabelle und Alain Dupont unter. Die Kommentare der drei zu Praktikumsplatz und Gastfamilie haben gemeinsame Wörter: positive Erfahrungen, freundliche und kontaktfreudige Leute und ein Flash bei der Sprache.

„Dass das Praktikum gut gelaufen ist, liegt nicht nur an euren Gastgebern, sondern auch an eurer Einstellung, Neues erfahren zu wollen, interessiert, offen und auch vorbereitet zu sein“, bescheinigte MKG-Schulleiter Karl Watermann den Schülerinnen. Die lobenden Worte aus Frankreich zu Persönlichkeit und Sprachfähigkeiten der Drei hatten ihn schon schriftlich erreicht.

Das Betriebspraktikum im zwölften Jahrgang ist wie die Delf-Sprachdiplome eine Säule des Frankreichaustausches an der MKG. Als schwierig erweist sich aktuell das dritte Standbein, der Schüleraustausch im neunten Jahrgang, berichtete Cornelia Kiefhaber. Das könnte sich richten, wenn im nächsten Jahr das 25-jährige Bestehen der Gemeindepartnerschaft in Ferrieres gefeiert wird – bestimmt mit Mia, Maya und Amelie.

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