Eichenprozessionsspinner wieder da
Erste Nester gesichtet

Saerbeck -

Er ist offensichtlich gekommen, um zu bleiben: Der giftige Eichenprozessionsspinner macht sich in diesem Mai erneut in Saerbeck und der Region breit.

Donnerstag, 24.05.2018, 07:00 Uhr
Handarbeit hoch oben: Till Paluch kletterte 2017 im Auftrag der Baumpflege-Firma Eichhorn im Schutzanzug Eichen hoch, um Prozessionsspinner-Nester (das kleine Gespinst über dem linken Fuß) auszumerzen. Foto: Alfred Riese

Die Gemeindeverwaltung weist ganz aktuell darauf hin, dass jetzt passiert ist, was manche nach dem ersten Auftreten im vergangenen Juni befürchteten. Die ersten Nester wurden gesichtet.

Die graue, haarige Raupe, die sich in großer Anzahl dicht aneinander gedrängt, befällt ausschließlich Eichen, heißt es aus dem Rathaus. Die feinen Haare halten sich auch an den Kleidern und Schuhen und lösen bei Berührungen toxische Reaktionen aus. Sie dringen leicht in die Haut und Schleimhaut ein und setzen sich dort mit ihren Häkchen fest. Als Vorsichtsmaßnahme empfiehlt es sich, Eichenareale zu meiden, Raupen und Gespinste nicht zu berühren und falls das doch passiert, sofort die Kleider zu wechseln und zu duschen, rät die Gemeinde.

Die Gegenmaßnahmen sind angelaufen, heißt es aus dem Ordnungsamt: Gemeindemitarbeiter kontrollieren ständig flächendeckend, an befallenen Bäumen beseitigt ein Spezialunternehmen die Nester. Auf dem eingezäunten Gelände des Badesee wurden bisher noch keine Nester gefunden, erklärte Ines Heilemann, Leiterin des Ordnungsamts. Im Randbereich des Sees allerdings würden zurzeit Nester von Spezialisten entfernt. Auch an der Grundschule sei ein Nest beseitigt worden. An einer Kita sollen die Fachleute am heutigen Donnerstag anrücken. Besonders Eichen an Schulen und Kitas stünden unter Beobachtung, erklärte Ines Heilemann..

Grundstückseigentümer seien verpflichtet, sich selbst um das Entfernen von Nestern des Eichenprozessionsspinnern zu kümmern, sobald diese entdeckt werden, sagte die Ordnungsamtsleiterin. Sie empfiehlt, Fachleute zu beauftragen.

2017 kostete die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners die Gemeindekasse rund 23 000 Euro für den Einsatz einer Fachfirma. Hinzu kamen die Arbeitsstunden der Bauhofmitarbeiter und der ehrenamtliche Einsatz etlicher Feuerwehrleute. Trotzdem musste der Triathlon von Wasser+Freizeit abgesagt werden. „Wir tun unser Möglichstes, dass der Triathlon in diesem Jahr stattfinden kann“, versicherte Ines Heilemann.

Die Gemeinde Saerbeck bittet um erhöhte Aufmerksamkeit und bei Sichtung um Information an das Ordnungsamt, Ines Heilemann, ✆ 0 25 74/8 91 05.

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