Neue Zwergkaninchen in der DRK-Kita Burg Funkelstein Sie können super mümmeln

Saerbeck -

Was gehört für Kinder zu Ostern wie das Christkind zu Weihnachten? Der Osterhase, auch wenn er eigentlich abseits des christlichen Kerns des Fests von Jesu Tod und Auferstehung liegt.

Von Alfred Riese
Die Kleinsten sind die größten in der Seifenblasen-Gruppe der DRK-Kita Burg Funkelstein: Die Kinder, die Erzieherinnen Meike Hegemann (links) und Paul Krüger (rechts) und die Berufspraktikantin Finja Tillmann freuen sich über die neuen Zwergkaninchen.
Die Kleinsten sind die größten in der Seifenblasen-Gruppe der DRK-Kita Burg Funkelstein: Die Kinder, die Erzieherinnen Meike Hegemann (links) und Paul Krüger (rechts) und die Berufspraktikantin Finja Tillmann freuen sich über die neuen Zwergkaninchen. Foto: Alfred Riese

Rechtzeitig zum Fest freuen sich – ganz weltlich – die Seifenblasen-Kinder in der DRK-Kita Burg Funkelstein, dass ihre Gruppe wieder komplett ist: zwar nicht mit Osterhasen, aber mit zwei Zwergkaninchen. Namen haben sie noch nicht, aber jede Menge Eigen schaften stehen schon auf der Liste, von süß bis knuddelig.

Ein halbes Jahr stand das Gehege leer im Raum. „Wirklich lange“, fanden die Seifenblasen, „ohne Tiere war es echt langweilig“. Vom Vorgänger-Duo, das mit neun Jahren die längste Verweildauer aller Mitglieder in der Kita-Gruppe hatte, war ein Tier gestorben, das andere nahm eine Mutter zu sich aufs Altenteil. Die beiden neu aufgenommenen Gruppenmitglieder sind schwarz und weiß, können super mümmeln, ihre Nasen überall reinstecken und haben mit acht und elf Wochen den aller längsten Teil ihrer Kaninchenleben noch vor sich. Im Morgenkreis auf der Matte fühlen sie sich schon sichtlich wohl, auch wenn ganz viele Kinderhände nach dem weichen Fell greifen wollen. Die Beiden nehmen es auch nicht übel, dass die Seifenblasen sich als neue, tierische Kollegen Schweine, Schlangen und Tiger gewünscht hatten – das ging ja nicht. „Am Ende haben wir und alle zusammen gedacht: Mit Kaninchen kann man am besten spielen“, schildert Erzieher Paul Krüger die Entscheidungsfindung. Jetzt noch drinnen, für den Sommer wartet das Außengehege auf die Tiere.

Dort können die Mümmler ihre Kollegen treffen. Die Pusteblumen-Gruppe hat eine Schildkröte, die Wassertropfen-Gruppe Meerschweinchen. Der Einsatz von Tieren in der Kindergarten-Pädagogik geschieht in der Burg Funkelstein seit Langem mit Plan und Wirkung, erklärt die e Erzieherin Meike Hegemann. Die Kinder würden Rücksicht im Umgang mit ihren Tieren lernen und Verantwortung für die Pflege zu übernehmen. Ein Gehalt bekommen die pädagogischen Mitarbeiter auf vier Pfoten allerdings nicht – aber bald immerhin Namen.

Woher kommt der Osterhase? Osterhasen gehören zum Osterfest. Sie sind Brauchtum, wenn auch zunehmend kommerzialisiert und längst nicht mehr nur die Überbringer von bunt bemalten Ostereiern zum Suchen. Aber sie haben Karriere auch in der Kirche gemacht, könnte man sagen, wenn selbst die Messdiener in der St.-Georg-Pfarrgemeinde das nächtliche Ausliefern von Osterüberraschungen anbieten und die Ostereiersuche rund um die Kirche nach dem Familiengottesdienst. Den frühesten Beleg für Osterhasen und -eier liefert laut Wikipedia der Medizinprofessor Georg Franck von Franckenau im Jahr 1682 in der Abhandlung „De ovis paschalibus – von Oster-Eyern“. Das Ei als Symbol in Verbindung mit dem christlichen Osterfest ist demnach seit dem Mittelalter bekannt, vielleicht auch schon früher. Der Hase gilt mitunter als Auferstehungssymbol. Seine Fruchtbarkeit bringt ihn seit jeher in Verbindung mit dem Frühling, der Osterzeit. Wie Hase und Ei zusammenkamen, scheint aber weiterhin unklar. Ein Erklärungsansatz geht schlicht von einem Übersetzungsfehler aus. Im Buch der Sprüche wurde aus dem hebräische Klippdachs der lateinische lepusculus, der dann richtig ins Deutsche übersetzt wird als Hase – stille Post in der Spätantike.

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