Saerbeck Teure Hundeliebe: Frau muss 1285 Euro nachzahlen

saerbeck -

Viele Menschen sehen sie als treuesten Wegbegleiter im Alltag: Hunde bereiten Freude und Abwechslung. Sie sind jedoch auch ein enormer Kostenfaktor. Dies musste eine Frau aus Saerbeck schmerzlich erfahren, die zwischenzeitlich drei Hunde hielt. Zwei der Tiere gelten als besonders gefährlich und wurden deshalb jeweils mit einer jährlichen Summe von bis zu 450 Euro besteuert. Gegen diesen Betrag hatte die Frau geklagt.

Von Max Keldenich

Das Verwaltungsgericht hat die Klage am Freitag abgewiesen. Die Frau muss einen Betrag von über 1285 Euro in monatlichen Raten an die Gemeinde Saerbeck bezahlen und trägt zudem den Großteil der Verfahrenskosten.

Die Frau hatte behauptet, es handle sich bei einem ihrer Hunde nicht um einen Staffordshire Terrier, sondern um einen freundlichen Boxer-Rottweiler-Mischling. Die Richterin erklärte, dass diese Frage irrelevant sei. Schließlich seien zwei ihrer Hunde als gefährlich einzustufen, so dass die erhobene Hundesteuer rechtens ist. Es gebe sogar ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts, dass diese Tatsache bestätige.

Letztlich erzielte die Frau vor Gericht nur einen kleinen Erfolg. Ursprünglich hatte die Gemeinde Saerbeck wegen eines Berechnungsfehlers Steuern in Höhe von 1598 Euro für die Tiere verlangt. Ein Tier war zu hoch besteuert worden, das als ungefährlich gilt. Der hohe Steuersatz soll Interessenten davon abhalten, sich ein gefährliches Tier anzuschaffen. Im Falle dieser Klage erzielte die Maßnahme offenbar den gewünschten Effekt, denn die Klägerin hatte die Tiere im Herbst 2015 verkauft.

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