Helmut Wilken zieht Bilanz Nur dem schwarzen Schwan hat’s nicht gefallen

Saerbeck -

Brrr, so fühlt sich das Wetter jetzt an. Aber es ist gerade mal gut vier Wochen her, dass der Münsteraner Verein Wasser + Freizeit (W+F) die Aufsicht am Badesee nach vier Monaten Saison und einer Woche Verlängerung beendet und die Wachfahne eingezogen hat. Höhepunkt der Bilanz, die jetzt Helmut Wilken, Leiter des Ressorts Wasserrettung bei W+F, zog: In diesem Sommer sah der Badesee den – zugegebenermaßen geschätzten – millionsten Besucher seit der Eröffnung im Jahr 1975.

Von Alfred Riese
Bunter Badesee dank der Teilnehmer des Graffiti-Projekts vom Jugendzentrum JuZe und der offenen Jugendarbeit des MGH, die das Umkleidegebäude verschönert haben.
Bunter Badesee dank der Teilnehmer des Graffiti-Projekts vom Jugendzentrum JuZe und der offenen Jugendarbeit des MGH, die das Umkleidegebäude verschönert haben. Foto: Alfred Riese

Brrr, so fühlt sich das Wetter jetzt an. Aber es ist gerade mal gut vier Wochen her, dass der Münsteraner Verein Wasser + Freizeit ( W+F ) die Aufsicht am Badesee nach vier Monaten Saison und einer Woche Verlängerung beendet und die Wachfahne eingezogen hat.

Höhepunkt der Bilanz, die jetzt Helmut Wilken , Leiter des Ressorts Wasserrettung bei W+F, zog: In diesem Sommer sah der Badesee den – zugegebenermaßen geschätzten – millionsten Besucher seit der Eröffnung im Jahr 1975.

Wie seit 40 Jahren ehrenamtlich leisteten in diesem Jahr 23 Rettungsschwimmer und sechs Taucher insgesamt 2151 Wachstunden, berichtete Wilken. Sie zählten 22 400 Badegäste, maßen nach kühlem Start Wassertemperaturen zwischen 17 und 24 Grad und leisteten 95 mal Erste Hilfe. Das Eintrittsgeld, das an Wochenendtagen erhoben wird, floss größtenteils in die Anschaffung von 17 weiteren Sonnenliegen, einer Schwimmplattform für das Wassertrampolin und neuer Begrenzungsleinen.

Prüfer der Landwirtschaftskammer bescheinigten dem Wasser im See regelmäßig eine „hervorragende Qualität“. Zudem sei eine große Artenvielfalt inklusive Eisvogel beobachtet worden. Trotz der Leinenbarriere treibe der Wind allerdings Ablagerungen in den Nichtschwimmerbereich. Auch wenn davon keine Gesundheitsgefährdung ausgehe, sei regelmäßig geeggt worden.

Auch für viele Flüchtlinge verständliche neue „Benimmregel“-Karten auf Deutsch, Englisch und Arabisch „haben wir nicht benutzen müssen“, sagte Wilken, „wenn sich wer daneben benommen hat, waren das Jugendliche aus Saerbeck oder von auswärts“. Mit Körperverhüllungen muslimischer Frauen „haben wir bei W+F kein Problem“. Ein Badegast habe allerdings nachgefragt, ob das zulässig sei.

Kuriosum am Rande: Am See wurde ein schwarzer Schwan gesichtet, der allerdings schneller wieder weg war, als geklärt werden konnte, ob es sich um die berühmte Petra vom Münsteraner Aasee auf der Suche nach ihrem geliebten Tretboot handelt.

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