Nur zwei Sorgenfalten: LOV-Vorstand blickt nach der Ernte zuversichtlich auf das nächste Jahr Bauern loben „neues Miteinander“

Saerbeck -

Das Erntedankfest ist zwar schon vorbei, aber Frank Weber und Manfred Stallfort haben noch einen Nachschlag, in dem auffallend oft das Wunderwörtchen „Danke“ steckt. Wer hätte das erwartet, nach dem Zoff um Wirtschaftsweg-Alleen, Instandhaltungs-Diskussionen und dem Stand der Dinge in Sachen Nordumgehung? Aber die beiden Vorstandsmitglieder des Landwirtschaftlichen Ortsvereins haben nur zwei Sorgenfalten auf der Stirn: den Milchpreisverfall und die geplante Klärschlammverbrennung im Bioenergiepark.

Von Hans Lüttmann
Da lacht nicht nur der Kürbis, auch Manfred Stallfort (links) und Frank Weber vom Vorstand des Landwirtschaftlichen Ortsvereins sind sehr zufrieden: über die recht gute Ernte, das neue Miteinander und die neue Verbindungsstraße, an der sie stehen.
Da lacht nicht nur der Kürbis, auch Manfred Stallfort (links) und Frank Weber vom Vorstand des Landwirtschaftlichen Ortsvereins sind sehr zufrieden: über die recht gute Ernte, das neue Miteinander und die neue Verbindungsstraße, an der sie stehen. Foto: Hans Lüttmann

„Aber zuerst müssen wir uns mal bedanken“, sagt Manfred Stallfort bei einem Pressetermin an der neuen Verbindungsstraße zwischen Ibbenbürener und Riesenbecker Straße , für die er nichts als lobende Worte findet. Dank spricht er aber vor allem den Lohnunternehmern aus, die Schlagkraft bewiesen und dadurch ihren Beitrag geleistet hätten, das die „recht gute Ernte “ so reibungslos habe eingefahren werden können. Und: „Die Landwirte haben bei der Ernte Rücksicht genommen, und die Bürger haben Verständnis gezeigt, so soll es sein.“

Frank Weber sprach gar von einem „neuen Miteinander“ zwischen Bauern, Bürgern, Politik und Verwaltung und zeigte auf die neue Straße als sichtbaren Beweis der Gemeinsamkeit: „Früher war das eine Buckelpiste, über die man kaum noch fahren konnte; heute dient sie als Zubringer zu den Höfen, erhöht aber auch für Radfahrer und Spaziergänger den Erholungswert. Und dazu haben Landwirt, Politik und Verwaltung gleichermaßen beigetragen, schließlich sitzen wir alle in einem Boot.“

Über die Milchpreise muss man nicht länger lamentieren, das macht Manfred Stallfort mit einem Satz: „Schändlich, dass ein Lebensmittel so weit unter Wert verkauft wird.“

„Wir waren natürlich auch bei der Infoveranstaltung über die geplante Klärschlammverbrennung“, sagt Manfred Stallfort, „aber da sind noch etliche Fragen offen: Was ist mit dem Schwermetall? Gibt es da Dämpfe, die auf unsere Äcker abregnen können, und wo bleibt nach dem Verbrennen der Rest?“ Mit Antworten rechnet er aber in Kürze.

Und im nächsten Jahr? „Geht es mit den Wirtschaftswegen in Westladbergen weiter“, kündigt Frank Weber an, „aber da muss der Gemeinderat noch zustimmen.“ Wird er wohl – bei dem neuen Miteinander.

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