Kraft-Wärme-Kopplung Stunde der Wahrheit rückt näher

Saerbeck -

Noch ist nichts entschieden. Aber bald muss ein Ja oder Nein zur Kraft-Wärme-Kopplung her. Denn der Schwebezustand blockiert andere Vorhaben.

Von Alfred Riese

Der Zeitungstitel „KWK – keiner weiß Konkretes“ ist mittlerweile vielzitiert und auf dem Weg zur Redewendung. Diese kritisch gemeinte Interpretation der Abkürzung für „Kraft-Wärme-Kopplung“ als der Technik, die hinter dem geplanten Nahwärmenetz steht, geht aber ihrem Verfallsdatum entgegen. Die Stunde der Wahrheit im mittlerweile jahrelangen Hin und Her über Förderrichtlinien zwischen Brüssel, Berlin, Düsseldorf und Saerbeck scheint näher zu rücken. Diesen Eindruck vermittelte zumindest Bürgermeister Wilfried Roos am Dienstagabend.

Für ein „Hurra, geschafft“ reichte es allerdings noch nicht. Aus einem angekündigten Telefonat vom Mittwochmorgen mit NRW-Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) konnte Roos aber immerhin berichten: „Der Minister ist entschlossen, uns zu helfen und hat eine Ministerentscheidung zur Förderung angekündigt.“ Die Finanzfachleute des Ministeriums seien aber noch dabei, fördertechnische Stolpersteine im Zusammenspiel von EU- und Landestöpfen aus dem Weg zu räumen. Dabei geht es darum, dass das Land die ursprüngliche Fördersumme ausgleicht, um zwischenzeitliche Kürzungen der Bundesregierung bei der KWK-Förderung auszugleichen.

Auf die Nahwärme warten für den ersten Ausbauabschnitt mehr als 200 Hauseigentümer in den Gebieten Emsweg/Emsaue, und Eschgarten, die konkret ihren Anschlusswillen bekundet haben. An einer Entscheidung über den Bau der Leitungen hängen aber bisher auch die Projekte Sanierung der Buckelpiste „Am Kirchplatz“, Umbau der Lindenstraße und Neubau des Kreisels vor Liesenkötter.

Erst Nahwärmeleitungen legen, dann Straßenbau, hieß es bisher. Die Geduld scheint sich allerdings dem Ende zuzuneigen.

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