Kirchenbesucher schreiben ihre Gedanken zur Krippe in St. Georg Bislang nur positive Kommentare

Saerbeck -

Viele notieren, dass die Krippe sie zum Nachdenken anregt, weil sie ein so hochaktuelles Thema aufgreift. Alle Kommentare sind positiv. Offenbar hat es sich bewährt, die klassische Gestaltung der Krippe einmal aufzubrechen.

Vorne in der Kirche lässt sich eine Krippe bewundern, die vollkommen unterschiedlich ist zu der Gestaltung der vorherigen Jahre. Einige Kirchenbesucher haben ihre Gedanken dazu in einem Buch vor der Krippe notiert.
Vorne in der Kirche lässt sich eine Krippe bewundern, die vollkommen unterschiedlich ist zu der Gestaltung der vorherigen Jahre. Einige Kirchenbesucher haben ihre Gedanken dazu in einem Buch vor der Krippe notiert. Foto: Stefanie Behring

Die Krippe: Maria und Josef, die ihren gerade geborenen Sohn in einer Krippe in einem Stall einbetten. So ist es seit Jahrhunderten. Das Krippenteam aus St. Georg präsentiert den Kirchenbesuchern zu Weihnachten jedes Jahr eine ähnliche Gestaltung: Ein Alkoholiker sitzt am Feuer, eine Frau mit Kind macht sich auf den Weg zu Jesus, später stoßen die Sternsinger dazu. Diese Gestaltung geht schon über die klassischen Gedanken zur Krippe hinaus. Kaum jemand wird einen Alkoholiker unter der eigenen Krippe am Weihnachtsbaum zu Hause stehen haben. Stattdessen sitzen dort Ochs, Esel und der Hirte, der auf die Schafe aufpasst.

Die Krippengestaltung in der St. Georg Kirche war immer schon etwas Besonderes. In diesem Jahr allerdings ist sie noch ein wenig besonderer: Maria sitzt mit ihrem Neugeborenem auf dem Arm am Rand eines Schiffes, Josef steht beschützend hinter ihnen. Das Schiff trägt noch andere Menschen und ein Engel. Dahinter zeigt ein großes Foto ein voll beladenes Boot mit Flüchtlingen, der Schatten des Engels darüber. Rechts hängen Schlagzeilen zur aktuellen Flüchtlingskrise: „Mehr als zweitausend Flüchtlinge ertrunken.“ Vorne an der Küste stehen die Sternsinger neben vielen kleinen Kreuzen und einem großen. „Dieses große Kreuz wurde aus den Überresten eines Flüchtlingsbootes gebaut, welches im Mittelmeer untergegangen ist“, erklärt Pfarrer Peter Ceglarek in den Weihnachtsmessen.

Diese Krippe lockte bereits viele Besucher in die Kirche. Einige nutzten die Gelegenheit und notierten ihre Gedanken zur ungewöhnlichen Krippengestaltung in einem Buch, das vor der Krippe liegt. Ein Kind schreibt: „Die Krippe ist wunderschön“ und malt ein Herz und eine Sonne daneben. Ein anderer Kommentar lautet: „Gott liebt uns. Alle Kinder und Erwachsene.“ Viele notieren, dass die Krippe sie zum Nachdenken anregt, weil sie ein so hochaktuelles Thema aufgreift.

Alle Kommentare sind positiv. Offenbar hat es sich bewährt, die klassische Gestaltung der Krippe einmal aufzubrechen.

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