Tage des Provinzfilms 2019: 20 Jahre Filmservice Münster.Land
Wo das Münsterland filmreif ist

Münster -

„Das ist abgedreht“ lautete die Überschrift über dem Freitagabend im Cinema, wo 20 Jahre „Filmservice Münster.Land“ gefeiert wurden. Eine derartige städtische Einrichtung für Filmschaffende ist deutschlandweit fast einmalig, erzählte Nicola Ebel, die von Anfang an verantwortlich für den Filmservice zeichnet. Inzwischen teilt sie sich die Aufgabe mit Regina Wegmann. Beide Frauen stellen sicher, dass Filmproduzenten und Behörden klarkommen, Genehmigungen organisiert, passende Drehorte gefunden und Infrastruktur bereit gestellt werden.

Sonntag, 15.09.2019, 16:58 Uhr aktualisiert: 18.09.2019, 18:57 Uhr

„Das ist abgedreht“ lautete die Überschrift über dem Freitagabend im Cinema, wo 20 Jahre „Filmservice Münster.Land“ gefeiert wurden. Eine derartige städtische Einrichtung für Filmschaffende ist deutschlandweit fast einmalig, erzählte Nicola Ebel, die von Anfang an verantwortlich für den Filmservice zeichnet. Inzwischen teilt sie sich die Aufgabe mit Regina Wegmann. Beide Frauen stellen sicher, dass Filmproduzenten und Behörden klarkommen, Genehmigungen organisiert, passende Drehorte gefunden und Infrastruktur bereit gestellt werden.

Sie betreuen ein breites Spektrum von Debütfilmen mit kleinen Teams bis zu erfahrenen Tatort- oder Wilsberg-Dreharbeiten mit bis zu 40 Filmcrewmitgliedern, mit einer Drehdauer von wenigen Tagen bis zu mehreren Wochen.

Das Jubiläum wurde im Rahmen der Tage des Provinzfilms gefeiert. Jens Schneiderheinze moderierte den Abend. Zu Beginn liefen im Kinosaal Fotoaufnahmen bekannter Drehorte über die Leinwand. „Plakative Bilder mit Wiedererkennungswerten verkaufen sich gut“, weiß Ebel. Immer wieder sind im Münsterland Burgen, Schlösser, Bauernhöfe gefragt. Wenn es um Münster selbst geht, soll möglichst mindestens einmal der Prinzipalmarkt zu sehen sein und dazu am liebsten gleich die gesamte Innenstadt abgesperrt werden. Da ist Di­plomatie der Filmservice-Mitarbeiterinnen gefragt.

Sogar am eigenen Wohnort hatte Ebel Dreharbeiten erlebt. In Billerbeck wurde „Mein Freund aus Faro“ gedreht, wo es auch mal ungemütlich wurde, als nicht mal mehr der Nachbar vom Hof fahren durfte. Aber ansonsten waren die zehn Drehtage „hochinteressant und wunderschön“, eine bleibende Erinnerung für Ebel. Bei Historienfilme sollen Drehorte ohne großen Aufwand in frühere Zeiten versetzt werden. Funktioniert das nicht so reibungslos wie von den Filmleuten versprochen, müssen diese schon mal Extrakosten fürs Reparieren auf sich nehmen.

Neben viel erzählten Geschichten wurden gefilmte Alltagsszenen gezeigt: Amateurfilmaufnahmen von 1939 bis 1976 über Münster, 2002 zusammengefasst als „Münsterland-Rolle“. Während des Films gab es immer wieder Publikumskommentare wie „Jetzt fehlt nur noch der Mettigel“, „Das war mein Geburtsjahr“ oder „Das kenn’ ich auch“. Anschließend ging es mit Gesprächen, Wein und kleinen Speisen im „neben*an“ weiter. Ein kurzweiliger Jubiläumsabend mit vielen Einblicken in die Filmproduktion.  

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